Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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s , yn ; es geschieht nichts , nxis nicht fast allemal ge» schehe , wenn es mit irgend einerSache zu einer Revolution kommt . Man wird thatig und wirkt nach halber Ein - ficht . Das muß immer in menschlichen Dingen voran gehen , ehe man nach voller Einsicht handeln kann . 
Es ist eine scharfe Inquisition gegen die hiesigen Höfter angestellt . Man macht ihnen den Proceß wie Delinquenten ; hat aber leider bey dem Einen Jnqui - fiten das Urtheil vorher executirt , ehe man die Unker - suchung anstellen ließ . Was wird Hmirichö doch wohl sagen , wenn er diese Aufzüge erfährt ? Denn er ist es , der den Höfterbau zwar nicht eingeführt , aber doch mit andern befördert und ihre Fortsetzung angera - then hat . Es ward auch mir die Untersuchung mit aufgetragen . Das Geschäft kam mir eben recht zum Zweck meiner Reise . Mich kümmert der Ausgang für sich nichts ; ich suche aus diesem Geschäft weder Ehre noch Gewinn ; ich will nur lernen und bis auf den Grund zu kommen suchen ; und dann in meinem Bedenken offen heraus sagen , wie ichs gesunden habe . 
Man hat seit 1755 . an dem BrunsbüttlerDeich nach folgendem Plan gearbeitet . Unterhalb Bruns« büttel hat man den Deich selbst mit Steinen bedeckt , etwas höher , als wohin die gewöhnliche Fluth reicht , bis zur Höhe der Springfluchen neni'lich , die Ein bis zwey Fuß höher als jene steigen . Dieß geschieht , wo das Vorland ganzlich verlohnen ist . Außer dieser Steinbedeckung braucht man hölzerne Höfter als Vor - werke auf dem Watt . Eins davon war 1756 . gelegt . Dieß sind solche hölzerne Wände auf dein Watt , wie «£>um°td>8 sie unter den Mitteln gegen den Abbruch Ke« schrieben hat * ) . Es sind hohe Holzwande aus starken 
Bohlen 
* ) Von i>eidv Siehl . und Schlegenbau , Th - s . K - ? ' 
«Nd22lS . z6z . 
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