Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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diebeyben obern unter einem Winkel von etwa 54 . Gra» den nach unten , und i z o . nach , oben , auf der Seite , w» der Elbstrom auffallt ; bey der Hunrichsen Schlenzen« Höst hatte der Winkel an der untern Seite 4 5 Grad . Sie liegen über 100 Ruthen von einander entfernt . Nur war schon in dem ersten Plan festgesetzt , daß man mit der Zeit zwischen diesen dreyen Werken noch an , dere kleinere Höfter zwischen legen sollte . Diese drey sollten nur als die ersten Hauptwerke angesehen werden - 
Die Absicht bey diesen Einbauen fiel in die Augen ; sie ist auch deutlich von denen , die sie anriechen , gesagt worden . Die Tiefe des Stroms sollte zwar nicht wei« ttr vom Ufer entfernt werden , als fies war , aber man wollte sie da halten , wo sie war , sie sollte sich nicht mehr annähern . Dann sollte auch durch diese hohen Holz« wände ein Ruhestand in dem Wasser , oben und unten , und dadurch ein Schlickfall auf dein Watt veranlaßt werden , um dieß letztere in seiner Höhe und Breite zu Erhalten . Zugleich sollten sie auch Wellenbrecher seyn be» den höhern Fluthen , und also das Anschlagen dec Wellen gegen den Deich , auch ihre Wirkung auf daS Arüve Vorland , schwächen . 
Was denn nun diese Einbaue wirklich geleistet haben ? warum sie jetzo Sünder seyn sollen , die man vertilgen müsse ? Wenn Sieö weiterlesen wollen , so werden Sie sich wundern . Ich glaube ziemlich be« stimmt davon sprechen zu können , da ich sehr sorgfältig ihre Wirkungen untersucht habe . Wenn man bessere Nachrichten hätte , wie sich der Zeit , als man die Höf' ter baute , die Deiche , das Vorland und das Watt be« funden , wie nahe die Tiefe , und wie groß sie vor deNt Watt gewesen , so ließe sich leichter darüber urtheilen , und dle Veränderungen , die nach der Anlegung der Höfter erfolget sind , mehr vor Augen legen . Da die
	        
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