Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

SZ» 
eine Classe von Leuten nennen , die in praktischen Sachen nicht urtheilen sollten , sowenig alseinPra« ckicuö in theoretischen Dingen . Wofür man mich ansieht , und wofür man mich wünschet von andern angesehen zu werden , versteht sich von selbst . Da ich nicht hier bin , die Logik zu lehren , so wenig als mit der Praxis Verdienst zu suchen , so gebe ich mir keine Mühe , irgend einen Menschenkopf in Hinsicht dieser Begriffe zurecht zu stellen ; und ich würde auch schwer« lich glücklich darinn seyn , wenn ichö wollte . Aber gestern in einer Unterredung mit dem braven S . , wo - bey auch H - . zugegen war , führte uns das Ohngesehr auf diese Materie . Ich spreche mit diesen beyden Männern oft und gern , die meisten male über Sachen , die weder zu ihrem noch zu meinem Gewerbe gehören . Ich will Ihnen das Gespräch mittheilen . Es ward ganz unser Ernst , die Frage : wie sich Theorie und Praxis in Deich - und Wasserbau zu einander verhalten ? durchzusprechen . Wir waren allein und hatten Muße , uns näher in die Sache einzulassen , als sonst in einer gelegentlichen Unterredung zu geschehen pflegt . 
S . Sie wundern sich vielleicht , lieber Hr . Pro - fejsor , daß wir die Vorschlage der practischen Hydro - teckten mit Vorliebe und Zutrauen anhören , die hin« gegen mit Mißtrauen , die von den Theoretikern kommen , wozu auch Sie , wie ich glaube , sich selbst wollen gerechnet wissen . Sagen Sie mir aber , wenn man die Sache unbefangen überlegt , können und sollen wirs anders machen ? 
Mich wundern darüber ? Lieber S . Nein Ich wundere mich darüber nicht , ich wundere mich über keine Menschlichkeit , die mir so bekannt und die so allgemein ist . 
S . Wie ,
	        
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