Full text: Newspaper volume (1945)

043. 
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Gchleswig-Holsteinìsche 
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13S. Jahrgang 
Sonnabend, 6. Januar / Sonntag, 7. Januar 1945 
Nummer 5 
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Die täte Haust 
und die ņciine Hahne 
Von Walt May 
Das Dröhnen der Geschütze lenkt Augen und 
Ohren der Menschen auf die Kriegsschauplätze und 
von der Tatsache ab, daß im Hintergründe dieser 
entscheidenden Fronten sich ebenso wichtige, wenn 
sreilich sehr lautlosere und verdeckter« Macht 
kämpfe abspielen. 
Je länger der Krieg dauert, desto größer wird 
die Zahl der alten ausbrechenden und der neuanf- 
tretenen Probleme Diese fordern ihre Lösung oder 
ihre blebcrwachsung und Lösung oder llebcrwach- 
Mng verlangen die Fortdauer beweglicher Ver 
hältnisse. 
Im Rahmen dieses „lantlofen Krieges" wurde 
England bereits überspielt. Ein Im- 
verinm A in e r i c a n u m bildete sich heran 
Und macht ebenso Anspruch auf die Weltherrschaft 
wie das K c r n l a n d der W e I t r e v o l u t i o n, 
die UÎSS R. Der Kampf um Europa wird in 
Aiashington und Moskau mehr und mehr zum 
Vorgefecht einer kommenden Auseinandersetzung 
Zwischen den beiden „Großen" von heute, den ÜSÄ 
Und der UDSSR. Jeder von ihnen sicht sich schon 
uls Herren der Welt, die dann für den Andern 
'einen Platz mehr hat. 
So steht z. B. die Expansion der Sowjets rund 
Um das Mittelmeer in gar keinen zwangsläufigen 
Beziehungen zu den Vorgängen an den Fronten 
dieses Krieges. Wohl aber bekommt sie als Ein- 
eitung einer Auseinandersetzung zwi 
lchen den Vereinigten Staaten und 
der Sowjetunion ihren rechten Sinn. 
England, das seit mehr als 100 Jahren die Mit- 
stlmeerpojition als Rürkgratitellung seines Jmpe- 
Nums verteidigt hat, vermag heute kaum ein 
AZort mehr mitzusprechen. Es hat im Konzert der 
amerikanisch-sowjetischen Forderungen hier so we- 
vlg Stimme wie in seinen ureigenen früheren 
afrikanischen Interessengebieten. 
- Die USA haben Dollarspaber Stalin Me 
thode. Dollars rollen, aber Methoden übermäh 
''gen. Auf Bonomi-Jtalicn wird ein Sowjet- 
Hellas folgen. Sowjetstützpunkte in Algier und 
-Marokko werden morgen gefordert werden und 
übermorgen von einem ebensolchen etwa in Cat- 
>aro gefolgt sein, den Tito zu garantieren hat. 
der Leidensweg Spaniens dürfte noch keineswegs 
vecndet sein; mit Spanien bricht die Felsenfeste 
Gibraltar. Die Dardanellen sind bereits keine ver 
schlossene Tür mehr; sie sind offene sowjetische 
Forderung. Sie bilden den Eingang in das öst- 
jKe Mittelmeer, dessen anderer Korridor sich nach 
duez öffnet. Die Sowjets haben ihren Kontinen- 
'aiblock bereits geographisch fixiert: Gibraltar — 
Spitzbergen—Veringstraße—Kurilen—Tokio—Kan 
ton—Singapore—Ceylon—Aden—Suez—Gibraltar. 
..Et umschließt die arabische Halbinsel 
ms selbstverständlich in sich ein. als kontinentzu- 
Mörig. Das Mekka der Pilger ist von Moskau 
. gesehen vollkommen unwichtig. Religion ist 
ixbium fürs Volk. Das gilt auch für den Islam, 
^je das rassische und religiöse Schicksal der isla 
mitischen Völker und Stämme unter der Herrschaft 
d°r Sowjets beweist. Alan denke an das Schicksal 
MZ Krimatarensiihrcrs Tschelediew. das des Sul- 
mngaliew, des Ehauafi Musaffar oder des Welt 
^«rahimow. Diese blutige Vergangenheit würde 
MIerdings die Sowjets nicht hindern zu geeigneter 
Kit durch willige Subjekte ihre islamitischen 
Völkerschaften gegen den Arabian Play der Ame- 
M'aner oder einer panarabischen Union mit Zen 
sur Jerusalem, Kairo oder Riad' auftreten zu 
Osten. 
. Mekka, von Moskau aus gesehen, ist ein Ort 
^mitten einer riesigen, un ausgenützten 
Im ul de. die der Hedjas-Develöpment Eo 
Nvnsowenig gegönnt sein soll, wie der westliche 
Beckenrand den Standard Oil oder der nördliche 
Kuweit Oil Co. Dieses ganze Gebiet gehört 
vach Sowjetanschauuug zum Gelände des riesigen 
Industriegebietes — des riesigsten der Zukunft — 
^ranskaukasien-Jraņieir. Vorläufig bohrt man sich 
v°ch dem Iran hinein, bohrt den Irak an, um 
Margen bis Mekka durchzustoßen. 
. Man weiß in Riad sehr wohl, daß das Schicksal 
Türkei, genauer gesagt, das der Dardanellen, 
Uch über das Schicksal des Suez-Kanals mitent- 
Mdet. Man weiß, daß der Iran und der Irak 
Maicherweise das Schicksal Saudi-Arabiens mit- 
Nthält. Man sieht, ja man spürt schon die rote 
şi>nd, die sich nach Mekka ausstreckt. Man ist in 
kleinen Staaten des nahen Ostens weite Blicke 
Uer weite Ebenen gewohnt und — weite Schau 
i°er kommende politische Geschehnisse. Man könnte 
manchen Politiker sogenannter Großmächte 
v dieser Hinsicht beschämen. 
Saudis Freund und Hofbiograph ist ein Eng- 
i?»der namens Armstrong. Aber es gilt selbst 
^sem Briten als ausgemacht, daß der alte „Lord 
ck Arabia" keinem mehr mißtraut als einem Bri- 
Er hat schlechte Erfahrungen hinter sich. 
Saud daher heute , seine Sohne nach London 
^>ckt und geschäftstüchtige Amerikaner gleichzei- 
. 8 an seinen Hof zieht, so weiß man in Moskau 
^vau, wen und was der schlaue Wüstenkönig 
uinit meint. Doch man vertraut dort auf jene 
^sichtbare, lautlos funktionierende Maschinerie, 
sich hinter den Fronten der Briten und Ame- 
''aiier in Europa so gut zu bewähren scheint. Sie 
şten innner die Früchte, die die beiden anderen 
^^Unde mit ihrem Blute reifen. 
^bii Land weiß, daß er sein Land in Zukunft 
^Rt mehr vom Pilgerverkehr allein wird ernäh- 
^ können. Er weiß genau, daß sein Oel „reif" 
^worden ist. Er weiß auch, daß abbaureife Oel- 
p e otete die gefährlichsten Besitztümer 
Wett lind. Was er gegenwärtig spielt, ist 
In kunstreiches, ein entscheidendes Spiel für den 
Oel oder Mekka! 
Rufruf;u einem „Volksopfer" 
Sammlung von Kleidung und Ausrüstungsgcgenständen für die Wehrmacht und den Deutschen 
* • Volkssturm vom7. bis 28. Januar 
In der Zeit vom 7. bis 28. Januar wird eine 
Sammlung von Kleidung und Ausrüftungsgegcn 
ständen für die Wehrmacht und den Deutschen 
Volkssturm durchgeführt. Zu diesem „Volksopfer" 
erlassen der Leiter der Partei-Kanzlei M. Bor- 
mann, Reichswirtschaftsminister W. Funk, Reich 
minister für Volksausklärung und Propaganda. 
Reichspropagandaleiter der NSDAP. Dr. Goebbels 
und Reichsführer-ff und Befehlshaber des Er 
satzheeres H. Himmler den nachstehenden Aufruf: 
Deutsches Volk! 
Das Jahr 1944 hat uns schwere Prüfungen auf 
erlegt. Mit der geballten Kraft dreier Aieltrciche 
hat es der Feind in einem Masienansturm ohne 
gleichen nicht vermocht, uns in die Knie zu zwin 
gen. In einem heroischen Kampf, • wie ihn die 
Weltgeschichte selten kennt, hat der deutsche Soldat 
die Angriffe unserer Feinde an allen Fronten ab 
gewehrt. Die Heimat hat sich des Heldentums 
ihrer Soldaten würdig erwiesen. Trotz des feind 
lichen Terrors ist sie unerschüttert, kampsent- 
schlossen und siegesbewußt wie nie zuvor. 
Dem Rufe zur kompromißlosen und totalen 
Führung des Kriegs ist das ganze deutsche Volk 
gefolgt. Frauen und Mädchen haben in Fabriken 
und Kontoren zu Hunderttausenden die Männer 
abgelöst und damit die Aufstellung zahlreicher 
neuer Volksgrenadier-Divisionen ermöglicht. Die 
deutschen Rüstuugsarheiter und Arbeiterinnen- ge 
ben diesen Soldaten die besten Massen in die 
Hand. 
Nunmehr beginnen die ersten Früchte der tota 
len Kriegführung zu reifen. Es müssen jedoch im 
mer neue Volksgrenadier-Divisionen und Marsch- 
einheiten zur Aufstellung kommen und der Front 
zugeführt werden. Auch die Männer des Deutschen 
Volkssturms befinden sich in Tausenden von Ba 
taillonen in der Ausbildung und teilweise schon 
im Einsatz. Für die Aufstellung dieser neuen Ver 
bände werden dringend Bekleidungs- und Aus 
rüstungsstücke benötigt. Im Auftrage des Führers 
rufen wir deshalb alle Deutschen, Männer, Frau 
en und unsere Jugend, zu einem „Volksopscr" aus. 
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei 
wird mit ihrer bewährten Tatkraft die Trägerin 
dieser Aktion sein. 
Vom 7. bis 28 Januar werden,für die Wehr 
macht und den Volkssturm gesammelt: Uniformen 
und Uniformteile der Partei,' ihrer Gliederungen 
und Verbände, der Wehrmacht. Polizei, Feuer- 
schutzpolizei, Reichsbahn, Reichspost usw., tragsä- 
higes Schuhwerk und Ausrüstungsgegenstände für 
die kämpfende Truppe, wie Zeltbahnen und Zelt 
zubehör. Woll- und Felddecken, Brotbeutel. Ruck 
säcke, Kochgeschirre, Koppel, Schulterriemen, Spa 
ten, Stahlhelme und alles andere, was der Soldat 
braucht. Ferner werden Kleidung, Wäsche und 
Spinnstoffe jeder Art gesammelt, um hieraus.neue 
Bekleidung und Ausrüstungsstücke herzustellen. 
. Jeder Volksgenosse muß von diesen Dingen al 
les das abgeben, was er nicht unbedingt benötigt. 
Gebt alles Entbehrliche der kämpfenden Front. 
Werden in Zukunft die Pilger oder Ingenieure 
die uralten Straßen nach Mekka ziehen? 
Bohrtürme um Mekka sind das Ende des Islam. 
Sie werden wie ein Wald das Haus der alten 
Knusperhexe, so die Kaaba umstehen. Sie werden 
sie erdrücke». Auf dem schwarzen Stein wird ein 
Abgesandter des Sowjetölimperialismus stehen 
und seine Befehle erteilen. Man leckt sich auch in 
Judäa die Hände nach dem Oel des „Hinterlan 
des" und man wird es sich in Moskau die Er 
mordung mehr als eines britischen Lords kosten 
lassen, wenn nian den Weg über die Klagemaucr 
zum Oel von Mekka als praktisch erachtet. 
Man wird in Riad feine Spiele spielen müs 
sen und wer weiß, ob man überhaupt Mekka ret 
ten und den Islam erhalten kann! Jedxnfalls 
Moskau hält die Option auf die „heilige Oel- 
mulde" und auf Dfchidda. 
Gewiß, man kann in Washington ins Ohr ge 
flüstert bekommen, daß die Sowjets nach diesem 
Kriege eine derartige Reduktion ihrer physischen 
Substanz zu beklagen haben werden, daß sie aus 
sehr lange Zeit hinaus zu „größeren Operatio 
nen" unfähig sein werden. Ein erbärmlicher 
Fehlschuß! Rußlands Frauen gebäre» rascher und 
länger als die der USA und der Gefolgsstaaten 
und man kann cs sich leisten ein paar Genera 
onen langsam zu treten. Außerdem — was tut 
denn Sowjetrußlaud heute anderes als Menschen 
in sein Reich verschleppen, weil es mit ihrer Hil 
fe schon in der nächsten Generation wieder phy 
sisch obenauf sein 'will? 
Wir haben erlebt, daß die Technik in ihrer 
Friedcnsanwenduüg in erster Linie menfchcnspa- 
rend sich auswirkte. Warum sollte keine konsequent 
von Sowjetrußlaud vorwürtsgetriebene Kriegs 
technik nicht den gleichen Effcii zeitigen? Wieviel 
Menschen braucht ein Krieg der Zukunft? Die 
Kriegstechnik der Sowjetrussen ist heute bereits 
nicht zu unterschätzen. Morgen kann sie die der USA 
überholt haben, England — hat man in diesem 
Kriege je einmal von einer wirklichen Tat- 
der britischen Kriegstechnik etwas 
gesehen oder gehört? 
Das alles weiß man in Riad, ahnt man in Mek 
ka, fürchtet man in Medina und überall, wo Mo- 
hamiiiedancr wohnen. Das alles will man nicht 
wissen, nicht ahnen, nicht einsehen in Washington, 
nicht in London 
Der Lord of Arabia hat Sorgen. Schwere Sorgen 
um sein Reich und .den Islam. Der Kriegssog 
wird auch noch die größere Arabia felix ergreifen, 
Sorgen können noch zu Entschlüssen drängen. Ent 
schlüsse zu Taten, Di« Dauer des Krieges zeichnet 
das Gesicht des Friedens und — der.Musdau 
ern sie wird der Sieger fein. 
Unsere Soldaten sollen sich auch diesmal wieder 
auf die Heimat verlassen können, 
M. Vormann. Leiter der Parteikanzlci, W. Funk, 
Reichswirtschaftsminister. Dr. Goebbels, Reichs- 
propagaudaleiter der NSDAP und Reichsminister 
für Volksaufklärung und Propaganda. H. Himm 
ler, Reichsführer-fj und Befehlshaber des Ersatz 
heeres. 
* 
Nur leere Außenwände blieben stehen. 
Neuter über die furchtbaren 
NusWirkungen von 1)2. 
DNB. Stockholm, 5. Jan. Neuter verbreitet 
auch am Freitag fein tägliches Kommunique 
über den uniinterbrochcueu deutschen V-Waffen- 
beschuß auf England und fügt wie üblich hinzu: 
Es wurde« Schade« und Verluste geniclüet. 
Einem weiteren - Reuterberscht kann man ent 
nehmen, wie tatsächlich diese verschwiegenen 
„Schäden und Verluste" aussehen.- Die britische 
Agentur begnügt sich zwar unt vorsichtigen An- 
deirtimgen, die jedoch unter Berücksichtigung der 
van der britischen Regierung verhängten schar 
fen Zensurmaßnahmen deutlich genug sind, um 
die furchtbaren Auswirkungen von V2 bestätigt 
zu finden. In dem Reutcrbericht wird der Ein 
schlag einer V2 geschildert, die den Einsaü eines 
großen Aufgebots von Rettungsmannschaften er- 
forderte, die darüber hinaus noch von Urlau 
bern verstärkt werden mußten. Hebekräne, 
Scheinwerfer und Greifbagger mußten eingesetzt 
werden. . Wie umfassend die Zerstörungen tat 
sächlich sind, die nur durch eine einzige V2 an 
gerichtet wurden, gesteht Reuter mit folgendem 
Satz: „Nur die leeren Außenwände unzähliger 
Häuser eiucs großen Wohnblocks waren nach 
dem Einschlag der V2 noch stehen geblieben." 
t 3* 
ôefŞwtchfel bei Den Metten 
nn Der BrDennenfront 
TNB. Stockholm, 6. Jan. Wie Reuter aus dem 
Hauptquartier der alliierten Expedikionsstrcit- 
kräfte in Paris meldet, wurde am Freitag amt 
lich bekannt gegeben, daß Feldmarschall Mont 
gomery das Oberkommando aller alliierten Ar 
meen^ nördlich des Aröennen-Borsprungs, ein 
schließlich der Amerikaner, übernommen habe. 
General Omar Bradley bxsehligt alle Truppen 
südlich davon. 
klirendlatt Der Deutschen tuftwafse 
DNB. Berlin, 6. Jan. Der Reichsmarschall 
bat verfügt, daß künftig diejenigen Soldatcy der 
deutschen Luftwaffe, die sich vor dem Feinde 
durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet haben, 
in dem neugeschaffenen „Ehrenblatt der deutschen 
Luftwaffe" namentlich genannt werden. Die Nen 
nung im „Ehrenblatt der deutschen Luftwaffe" 
kann erfolgen als Anerkennung für einzelne be 
sondere Waffentaten wie auch für mehrfache 
Tapferkeitstaten nach der Verleihung des Eiser 
nen Kreuzes 1. Klasse, die noch nicht durch Ver 
leihung einer höheren Auszeichnung ihre Wür 
digung finden können. . 
Die im „Ehrenblatt der deutschen Luftwaffe" 
genannten Soldaten erhalten zur äußerlichen 
Kenntlichmachung die „Ehrenblatt-Spange". Das 
aus einem Luftwaffcnadler mit Hakenkreuz im 
Eichenkranz bestehende goldene Abzeichen wird 
ans dem Bande des E. K. 2 Kl. von 1930 getragen. 
Zum flbbrudi Der türkisch-japanischen 
Begebungen 
Unter dem Druck anglo-amcrikanischer Drohungen 
d> Berlin, 5. Januar (Eig. Berichts 
Ueber die Vorgeschichte des Abbruchs der tür 
kisch-japanischen Beziehungen erfährt man, daß 
der amerikanische Votjchaftcr bereits ani 28. De 
zember bei der türkischen Regierung in Ankara 
angefragt hatte, ob die Türkei den Krieg im Pa 
zifik dadurch unterstützen wolle, daß sie die Be 
ziehungen zu Japan abbreche und sich am Wirt 
schaftskrieg gegen Japan im fernen Osten beteili 
ge. Es ist ohne weiteres anzunehmen, daß diese 
harmlosen Fragen von wirtschaftlichen Zwangs- 
audrohungcn begleitet waren wie sie in ähnlicher 
Form in diesen Tagen gegen Spanien und die 
Schweiz angewandt worden sind. Die Türkei hat 
sich dann auch eilfertig bereiterklärt, die diploma 
tischen Beziehungen abzubrechen, was die englische 
Presse zu der hämischen Bemerkung veranlaßte, 
mit dieser Maßnahme sei der letzte' adŗi)enfrcunï>= 
liche Veobachtungsposten in ver Türkei, der der 
deutschen Kriegführung hätte nützlich werden kön 
nen, beseitigt morden und ie Türkei habe eine 
Geste gemacht, die ihrer Unterwersung unter oie 
alliierte Politik gleichkäme! 
Neuer USß.-Lruck aus Die Schwei; 
ew. Berlin, 5. Jan. lEigcnbericht.f 
Aehnlich wie kürzlich die schwedische Regierung 
sieht sich jetzt auch öie der Schweiz einem neuen 
wirtschaftEchcu Druck der USA. ausgesetzt. Das 
Washingtoner Wirtschaftsanßenamt hat dem 
Staatsdepartement „die dringende Empfehlung" 
unterbreitet, die Schweiz um Einstellung gewis 
ser^ Lieferungen an das Reich und der Transit- 
lieferungen nach Norditalien zu ersuchen. Der 
Berner Regierung soll bedeutet werden, daß sie 
im Falle einer Weigerung mit entsprechenden 
wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen der 
Vereinigten Staaten zu rechnen haben werde. 
Ostpreußen als „SvWjetmanDat" 
di. Stockholm, 3. Jan. lEigenbericht.) 
Der englische Unterhaus-Abgeordnete Barstow 
hat sich in einer Rede gegen die Abtretung Ost 
preußens an Polen ausgesprochen und sich dafür 
eingesetzt, daß das in Frage stehende Gebiet an 
die Sowjetunion fallen falle, die es dann als 
„Mandat" behandeln könnte. 
Nücktritt Des griechislben Königs? 
di. Stockholm, 3. Jan. fEigenbericht.) 
Das Londoner „News Chronicle", das in 
einem äußerst scharfen Artikel den griechischen 
Monarchen angreift, der bis zuletzt geschwankt 
habe, ob er der Bestellung eines Regenten zu 
stimmen solle oder nicht, hält es für möglich, daß 
König Georg demnächst seinen Rücktritt erklären 
werde. 
Moskau erkennt tublin an 
Sowfetbotschafter bereits ernannt. 
DNB. Stockholm, 5. Jan. Wie die Taß meldet, 
hat die Sowjetregiernng das Lubliner Komitee 
formell als provisorische polnische Regierung an 
erkannt und Viktor Sachariewltsch Lebed zum 
Botschafter in Lublin ernannt. 
Die polnische Angelegenheit hat damit die Ent 
wicklung genommen, die zu erwarten war, Nļos- 
kau schuf eine vollendete Tatsache und manövrier 
te die polnische Sache, in eine Sackgasse hinein. 
Den Londoner Eril-Polen wurde damit ein wei 
terer Schlag ins Gesicht versetzt. 
tevi vertritt De Oaulle in üelsinki 
DNB. Stockholm, 6. Jan. Wie „Uusi Suoni" 
bekannt gibt, ist zum politischen Vertreter de 
Gaulles in Helsinki der Generalkonsul Daniel 
Levi ernannt worden. Der Jude war irüher als 
Berater an der französischen Botschaft in Moskau 
tätig. 
Man hätte Deutschland tauschen sollen! 
Bezeichnende Feststellungen einer führenden englischen Zeitung. 
In seiner Neujahrsansprache an das deutsche 
Volk hat der Führer noch einmal mit aller Deut 
lichkeit die Ausrottnngs- und Vernichtungspläne 
der Feinde gebranömarkt, gegen die wir in Wai 
sen stehen. Gleichzeitig hat der Führer, und das 
gleiche hat Reichsminister Dr. Goebbels in seiner 
Silvesteransprache getan, darauf hinweisen kön 
nen, daß wir unsere Kenntnis der haßerfüllten 
Projekte des Feindes de» feindlichen Staats 
männer» selbst verdanken, die sich in aller Osfen- 
hcit zur Vernichtung und zur Ausrottung des 
deutschen Volkes bekannt haben und deren Presse 
nicht müde geworden ist, die „Notwendigkeit" einer 
solchen Zielsetzung zu „begründen". Für dieses 
Verhalten des. Feindes gilt das alte Wort „Wes 
das Herz voll ist, des läuft der Mund über". 
Im Feuer der deutschen Abwehr sind die bol-, 
schewistischcn Divisionen verblutet, haben die eng 
lisch-amerikanischen Armeen sehr schnell erkennen 
müssen, daß mich ihrer Macht eine Grenze gesetzt 
ist, und in dem Ausrüstungspark des Feindes 
haben sich klafsende Lücken aufgekan. In dieser 
Lage zerbricht man sich im feindlichen Lager nun 
den Kopf darüber, wie eigentlich diese fanatische 
Entschlossenheit deutscher Soldaten zu erklären 
ist. In diesem Zusammenhang kommt, wie gestern 
berichtet, „Atnnchester Guardian" zu dem Resul- 
rat, daß der Appell Adolf Hitlers an das deutsche 
Volk sich gründe ans die von de» Alliierten bisher 
verösscntlichten Vorschläge für eine Zerstückelung 
Deutschlands. Wenn Adolf Hitler habe erklären 
können: „Wir kämpfen für die Erhaltung unserer 
Station und für die Zukunft unserer Kinder", 
dann müsse man sich eingestehen, daß die Anglo- 
Amerikaner und die Bolschewisten dem Führer 
dieses Argument selbst in die Hand gegeben haben. 
Und dann trifft der „Manchester Guardian",eine 
Feststellung, die überaus beachtenswert ist. Sie 
lautet: 
„Wir werden möglicherweise feststellen müssen, 
daß es vielleicht eine bessere Politik gewesen 
wäre, auch ivcnn man uns den Borwurf man 
gelnder Offenherzigkeit -machen könnte, wenn 
wir uns bei der Erörterung unserer Pläne hin 
sichtlich Deutschlands mehr Zurückhaltung auf- 
erlegr hätten." 
Da also haben wir's! Was der „Manchester 
Guardian" bedauert, das ist. daß die Engländer, 
die Amerikaner und die Bolschewisten «och nicht 
genug gelogen haben. Die bessere Politik, von der 
dieses Blatt spricht, besteht also in einer Wicdcr- 
holnng der Täuschnngs- und Lligenmanöver Wil 
sons ans dem Jahre 1818. Damit aber beweist der 
„Manchester Guardian" nur, daß er von der ge 
schichtlichen Entwicklung nicht das geringste bc- 
grisfen hat. 1018 hatte Wilson mit seiner Methode 
Erfolg haben können, weil man sich in Deutsch 
land teilweise über die feindlichen Vernich 
tungspläne nicht auskannte, vor allem aber, weil 
niemand einen derartigen Grad von Verlogen 
heit für möglich hielt, wie er für die Politik Wil 
sons kennzeichnend war. Wer aber im Jahre 1043 
glaubt, daß das deutsche Volk nach der Katastrophe 
von Versailles und nach der Erweckung seines 
politischen Sinns durch de« Nationalsozialismus 
ctu zweites Mal ans feindliche Lngcnmanöocr 
hereinfallen würde, der mutet unserer Intelligenz 
denn doch zu viel zu. Von allen Illusionen, die der 
Feind hegts ist die die erbärmlichste, die darin 
gipfelt, daß wir durch unsere eigene Dummheit 
noch einmal seine Geschäfte besorgen würden. Die 
Ohren des deutschen Volkes sind den Worten und 
den Argumentationen des Feindes verschlossen. 
Die notwendige Auseinandersetzung mit dem 
Feind führen wir allein mit der Waffe, die aber 
wollen wir in einer Art und Weise anwenden, 
daß dem Feind Hören und Sehen vergeht. 
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