á^mÈÊÈÈum
Hauptmann Lembourn erkllrà, er hake tm NH-
tŗņHe sw Freundes ģshsndâ Die Frage, ob bit
dìņH Lembourn und die Etegemsnn bĢşchaşsten
für Dänemark oder für eine andere auswärtige
Macht bestimmt waren, soll erst im Lärche der Ver
handlung noch geklärt werden.
anlaßt gesehen, ihn nach nach England zu verket-en.
während er eigetnlich in ei-nem anderen Teil des
britischen Weltreiches Dienst à fsMe.
Der Hungerstreik im Myslowitzer "Gefängnis.
TU. Kattonntz, 8. Jan. Der vor einigen
Tagen von etwa SO Kommunisten im Myslowitzer
Gefängnis begonnene Hungerstreik wird von den
Strafgefangenen fortgesetzt. Die Gefängnisver-
waltung mußte daher zur künstlichen Ernährung
der Strafgefangenen unter ärztlicher Aufsicht
schreiten. Im Laufe des Montag sind acht Straf
gefangene bereits so schwach geworden, daß ihre
Einlieferung ins Krankenhaus erfolgen mußte.
Das Deutsche wieder erste Fremdsprache
in den estnischen Schiften.
wtb. Renal, 8. Jan. Airs Antrag des Nn-
terrichtsministers Johanson beschloß die Re
gierung, den früheren Kabinettsbeschlutz auf-
zirheben, wonach an Stelle der deutschen Spra
che die englische als erite Fremdsprache in den
Schulen Estlands gelehrt werden sollte. So
mit tritt die herrische Sprache wieder an die
erste Stelle.
Kristall — Poneîîa« —« Kenwsflt
Inventur - Ausverkauf
vom 10. bis 23. Januar
mit ®reil©i» Preisherabsetzungen
Alfred Haltender, Kiel
jetzt nur Schloßgarten 7-8
der Luft. Es wurden ungefähr 2000 englische
Pfund Lebensmittel und andere Vorräte über
nommen. Die Flieger vertrieben sich, wenn
sie nicht gerade am Steuer saßen, die Zeit mit
Kartenspielen und Brieseschreiben. Es wur
den regelmäßige Nachtwachen gemacht und
der Rest der Besatzung konnte sich dann ans
schlafen. Gestern abend ließ der linke Motor
nach. Vergeblich suchte einer der Flieger ihn
zu reparieren. Der Brennstoffvorrat ging
dann allmählich zur Neige. Bei der Landung
liefen die beiden anderen Motoren noch gut.
Die offizielle Lanöezeit war 28 Uhr 7 Minu
ten Berliner Zeit. Das Flugzeug ist nach die
ser Zeit 160 Stunden und 40 Minuten in der
Luft geblieben.
Zuletzt hatte „Question Mark" noch 50
Gallonen Benzin, mußte diese Menge aber
abwerfen, als der Stenerbordmotor aussetzte.
Als die Landung dann vollzogen war, ver
sagte der Motor vollkommen. Aus seinem
Gehäuse quoll ein Strahl Schmieröl. Der
mittlere Motor machte nur noch 1300 Umdre
hungen, aber auch der Vackbordmotor begann
bei der Landung zu versagen.
Ģîn Zwölfjähriger erschießt einen Neunjährigen.
Nürnberg. 8. Jan. Der 9jährige Arbeitevfohn
Zetzl aus Waidhaus wurde vorgestern von. dem 12-
jährigen Gütlersohn Tummert mit einem Iagdge.
wehr erschossen. Tummert schleppte den Erschossene;,
in di etwa 200 Meter von der Wohnung entfernten
Büsche und versteckte ihn im Schnee. Die Gcndar-
merk fand die Leiche erst gestern früh, Angesichts
seines Opfers gestand der Junge feine Tat à
Zwei Knaben vom Vater ausgesetzt.
Auf der Landstraße von Passau nach Linz wur
de nzwei Knaben im Alter von 10 und 13 Jahren
halb erfroren aufgefunden. Nachdem sich di« Km-
der etwas erholt hatten, erzählten sie, daß sie Ri-
chard und Ernst Obermüller heißen und von Schind-
lau bei Rohrbach kommen, wo ihre Eltern einen
großen Bauernhof befaßen. Die Mutter fei vor kur
zem gestorben, und der Vater hatte das Anwesen
verkauft und beide Knaben auf die Straße gesetzt
und ihnen erklärt: Ich kann euch jetzt nichtx mehr
brauchen, ihr müßt in Zukunft euer Brot selbst ver
dienen." Ausgerüstet mit etwas Brot und einigen
Zehrpfennigen machten sich die beiden ans die Wan-
derschaft. 14 Tage alng fristeten die Knaben durch
Betetln ihr Leben und waren vollkommen enftr'is-
iet, als sie aufgegriffen wurden.
Falsche Reichsbanknoten über IM Reichsmark.—
^ TU. Berlin, 3. Jan. Von den im Umlauf
befindlichen Reichsbanknoten über 100 Reichsmark
mit dem Ausgabedatum vom 11. Oktober 1924 ist
eine neue Fälschung festgestellt worden, die an
nachstehenden Merkmalen unschwer zu erkennen
ist: Papier: weicher als das echte, seifiger Griff;
Pflanzenfaser: fehlen; Wasserzeichen: auf der
Vorderseite mit leicht deckender wachsartiger Paste
durch Aufdruck nachgeahmt. Gemusterte Vlindprä-
gung mit Kontrollstempel: mit ungefähr ähnlicher
Zeichnung ungleich, teilweise schwach geprägt. Der
Kontrollstempel hat auffallend dünne Schriften.
Vorderseite: allgemein verschmutzter Eesamtein-
dricck. Auffallend sind die dickgedruckten Schriften
und das matt gehaltene weibliche Bildnis.
K siche new, 9. Jan. Die Roten Truppen haÄen
in Kiew ein grauenvolles Blutbad angerichtet.
Nachdem sie vor dem Sowjetlebensmittelamt ver
geblich die nach Brot angestellten Menschenmassen
zum Auseinandergehen aufgefordert hatten, gaben
sie fünf Salven auf die Hungernden ab. 15 Tote
und fast 40 Verletzte werden als Opfer gemeldet.
Ein ausländischer Konsulatsvertreter, der in
Kischinew eingetroffen ist, war Zeuge der beispiels
losen Hinmetzelei.
T.-U. London, 9. Jan. (Eig. Funkmeldung.)
Der frühere englische Oberst Lawrence, der als ge
wöhnlicher Soldat unter dem Slawen Shaw in den
britischen Luststreitkräften Dienst tut, ist nach Be
richten aus Lahore am Dienstag dort mit einem
Flugzeug von der nordwestindischen Grenze einge
troffen. Vom Lahore wird er nach Karachi reisen
und sich von dort nach England einschiffen, da La
wrence nach einein im England stationierten Ver
band versetzt wurde. Bei seiner Ankunft im Lahore
dementierte er mit Nachdruck, daß er irgend etwas
mit den Vorgängen im Afghanistan zu tun gehabt
habe. Aus englischer Seite habe man sich jedoch ver.
Vàs Anķwsû an MàoM.
Warskl»au, 8. Jan. Das Organ der Pilsudffi-
partei, „Elos Prawdi", erfährt, daß die polnische
Antwortnote an die Sowjetregierung folgende drei
wichtige Momente enthält:
1. eine grundsätzliche Zustimmung zum Vorschlage
Litwinows, das Inkrafttreten des Kellogg-
paktes zu beschleunigen.
2. den Vorbehalt, daß Polen aus Höflichkeitsrück
sichten genötigt Litwinow vorschlägt, mit den
andern Ländern, welche zuerst den Kelloggpakt
Unterzeichneten, sich zu verständigen.
3. hebe di« polnische Antwort die Frage des Bei
tritts der baltischen Staaten hervor. Die pol
nisch« Antwort wird morgen oder übermorgen
abgehen.
Am Montag ist Im lettliindischen Außenmini
sterium die litauische Rote eingetroffen, in der
Lettland aufgefordert wird, sich dem vor einigen
Tagen an Litauen und Polen ergangenen russischen
Vorschlag über die Inkraftsetzung des Kellogg-
päktes anzuschließen.
2009 Personen in den Warschauer Asylen Schutz
gesvcht, während sonst 3—400 gezählt werden. Der
Telephonverkehr in ganz Polen ist außerordentlich
behindert.
Kältewelle in den Vereinigten Staaten.
TU. London, 8. Jan. Die Vereinigten Staaten
werden, wie aus Newyork gemeldet wird, gegen
wärtig von einer schweren Kältewelle heimgesucht,
die vom mittleren Westen ostwärts verläuft. Im
Stcrate Minnesota werden 20 Todesopfer der
Kältewelle berichtet. In der Schiffahrt sind zahl
reiche Störungen zu verzeichnen. So hat die
„Mauritania" 24 Stunden Verspätung.
22 Vermißte im chilenischen ErdSebengebiet.
TU. London, 8. Jan. Im Erdbsbengebiet
von Chile werden nach Meldungen aus Santiago
noch immer 22 Personen vermißt. Die Wälder
in der Nähe von Ealbuco stehen in Brand. Der
ganze Bezirk von Puerto Monte hat durch die
Lava außerordentlich schwer gelitten.
Unwetter in Triest.
WTB. Triest, 8. Jan. Seit heute früh weht
in Triest ein heftiger Nordwest-Sturm, der an
einzelnen Punkten eine Stundengeschwrndigkeit
son 115 Klm. erreichte. Ein Zug der Linie Triest
—Parenzo mußte wegen des Sturines unterwegs
zwei Stunden lang halten. Das Meer ist stark be
wegt. Bei der neuen Eisenbahnstation über
schwemmten mehrere Wetten den See. Die Tem
peratur ist auf 2 Grad unter den Gefrierpunkt
gesunken. Der Verkehr ist durch Glatteis stark be
hindert. Mehrere Personen kamen zu Fall und
erlitten Verletzungen. Ein Fuhrmann wurde durch
den Sturm zu Boden geschleudert und lebensge
fährlich verletzt.
WTB. Wittenberge, 8. Jan. Die bisherige
ständige Zunahme des Frostes hat zur fast völligen
Einstellung allen Schiffayrtsoerkehrs geführt. Von
den Reedereien wird mitgeteilt, daß sich nur noch
einige Eilfrachtdampfer auf der Elbe struf dem
Wege nach Hamburg befinden. Angesichts des
immer stärker werdenden Treibeises scheint es aber
fraglich, ob sie ihr Ziel erreichen . Die Wetter
voraussagen lassen allgemein ein Andauern des
Frostes erkennen, so daß in Kürze mit dem Still
stand des ElLeises gerechnet werden muß. Der
Fährverkehr an sämtlichen UeLergangssteLen der
mittlere» Elbe ist jetzt eingestellt worden, wodurch
sich peinliche Stockungen im Landverkehr bemerk
bar machen. Aus Lenzen, Dömitz und Lauenburg
wird eine starke Besetzung der Winterhäfen gemel
det.
Elbe-Traoe-Kanal gesperrt.
WTB. Lübeck, 8. Jan. Der Elbe-Traoe-Ka-
nal ist wegen Eisschwierigkeiten auf der Eesamt-
strecke gesperrt worden.
Schneeverwehungen in Schlesien.
WTB. Breslau, 8. Jan. Die Schlesische
Volkszeitung meldet aus Ohlau: An der Oder sind
in den letzten Tagen große Schneemassen gefallen.
Wiederholt mußten KraftwsZsn aus hohen
Schneewänden herausgeschanfelt werden. Die
Beförderung von Zeitungen mit Kraftwagen nach
den Landorten mußte teilweise eingestellt werden.
Auf der Eisenbahnstrecke Elatz—Mittelwalde ent
gleisten infolge der Verwehungen zwei Wagen
eines Eüterzuges. In der Umgebung von Liebau
hatte der Wind in den höher gelegenen Dörfern
um einige Gehöfte so hohe Schneewände aufge
türmt, daß die Bewohner den Weg durchs Fenster
nehmen mußten, um ins Freie zu gelangen.
Die Folgen des strengen Winters in Pole».
TU. Warschau, 8. Jan. Die starken Fröste
und dieg roßen Schneemengen haben in ganz
Polen Verkehrsstörungen und Transportjchwierig-
keiten hervorgerufen. In der Lebensmittelznfuhr
nach Warschau macht sich bereits eine wesentliche
Abnahme bemerkbar. Die Züge treffen im all
gemeinen mit starker Verspätung ein. Ueber
83 000 Arbeiter sind damit beschäftigt, die Schie-
nenftränge vom Schnee freizulegen. Mehrere
Hundert Arbeiter haben Hände und Füße erfro
ren. In der Gegend von Snwalki sind vier Per
sonen im Walde der Kälte zum Opfer gefallen.
Auch aus anderen Gegenden werden Todesfälle in
folge Erfrierens gemeldet. In der Nacht vom
Montag auf Dienstag haben nicht weniger als
1,6 Millionen «à!Ģ.
Berlin, 8. Jan. Die Zunahme der Arbeits
losigkeit ist unverhältnismäßig stärker als in den
Vorjahren, ein deutliches Zeichen, daß — im Wider
spruch zu den optimistischen Auffassungen Parker
Gilberts — der Abstieg der Konjunktur auf den
Arbeitsmarkt immer deutlicher wirkt. Die endgültige
Zahl der Arbeitslosen am Neujahrstage ist noch nicht
bekannt, aber man darf sie auf nicht weniger als
1,6 Millionen schützen, wozu noch jene kommen, die
nur Kurzarbeit leisten oder bereits der Krisenfür
sorge anheim gefallen sind.
Einer so starken Belastung sind die Mittel der
jungen Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung'
nicht gewachsen. Das Reich wird daher an die
Reichsanstalt einen Vorschuß geben müssen, den man
allein bis zu Ende des Winters mit 70 Millionen
R-ll kaum zu hoch veranschlagt.
Der Şpiônûgeprgjch ààM.
Leipzig, 8. Jan. Im Spionageprozeß Lembourn
hat Senatspräsident Lorenz am Dienstag die gela
denen Zeugen und Sachverständigen gehört und
deren Vernehmung zum Abschluß gebracht. Der
Schluß der Beweisaufnahme ist auf Mittwoch ver
tagt worden. Dem dänischen Hauptmann wird nach
den Feststellungen der Voruntersuchung folgendes
zur Last gelegt: Er habe sich im April oder Mai ver
gangenen Jahres nach Berlin begeben und habe dort
die Mitangeklagte Stenotypistin Stegemann als
Spionageagentin angeworben. Die Stegemann be
kam zunächst eine Schreibmaschine und erhielt aus
Kopenhagen eine Löhnung in wöchetnlichen Raten
von 35 Rftt. Sie hatte den Auftrag, die Verhält
nisse in den deutschen vaterländischen Verbänden
auszukundschaften und Angaben über militärische
Dinge aller Art zu machen. Man sandte ihr von Ko
penhagen aus Fragebogen zu, die sie auch regelmä
ßig ausstellte. Sie selbst versuchte dann, einen Un
teragenten anzustellen, de raber seinen ersten Auf
trag so ungeschickt ausführte, daß man ihn im
Reichswehrministerium- alsbald festnahm. Durch
diese Festnahme kam der Fall Lembourn ins Rollen.
Taube 0(jsen Wch 158 Stunden M§M,
19 000 Liter Benzin verpufft, 23 mal in der
Luft getankt.
Los Angeles, 8. Jan. Die Besatzung des
Flugzeuges „Question Mark" befand sich trotz
der unerhörten Strapazen des Fluges in aus
gezeichneter Verfassung. Nur klagten alle
fünf Flieger über taube Ohren. Die non den
Fliegern zurückgelegte Strecke wird auf rund
11 088 Meilen geschätzt, die mit einer Durch-
schnittsgescywinüigkeit von 70 Meilen pro
Stunde zurückgelegt wurde. Verbraucht wur
den über 5800 Gallonen — das sind etwa
19 000 Liter — Brennstoff und 250 Gallonen
— 940 Liter — Del. Die Uebernahme von
Brennstoff und Vorräten erfolgte 23 mal in
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