eigenen Erfahrung erlernt haben , oder seine praktisch« Kenntniß hat einen engen Umfang . Aber Ein6> delichk mich , lasse sich dabey doch fragen ; kann mand die practischen Büä ) er verstehen , wenn er nicht mich selbst die Sachen , oder doch wenigstens die vor« riehmsten davon , aus Anschauen kennt ? Müssen die trocknen Wortbeschreibungen und die Skelette von Zeichnungen nicht erst durch Selbstbeschauen belebt werden , che sich mit den Begriffen , die sie geben , in der Praxis etwas anfangen laßt ?
Die fremde Erfahrung kann , nach meiner Uebei zeugung , die eigene größlentheils ersetzen , aber sie niemals ganz entbehrlich machen , wenns auf den ktischen Gebrauch ankommt . Eben darum reise ich jetzo . Sehen Sie , wir sind einig .
S . Ja , ja , Ihr Practicuö , den Sie fo sorg - faltig in der Stube mit Büchern genährt und gezogen haben , und dann in die sreye iuft versetzen , mag lich schneller gedeihen , als unser gewöhnlicher , der im Freyen von selbst wild aufwachsen soll . Allein hier vergleichen wir denPracticuS einer Art mit einem Pra» cticuö einer andern Art , nicht einen Theoretiker mit einem Practicuö . Unsere Theoretiker , die uns , wie vorher gedacht , die herrlichen Rathschläge geben , waren wirklich solche Manner nicht , die sich aus Büchern practische Kenntnisse verschafft hattet ; .
Icb . Genau zu reden , so haben wir nur die pra - ctischen Erfcihrungskenntnisse des Einen mit der practi - schen Ersahrungekenntniß deS andern verglichen . Das ist noch nicht den Mann vergleichen , der jene besitzt , mit dem , der diese hat .
S . Da ist doch wohl kein anderer Unterschied , als der auf den Kopf , auf den natürlichen Verstand
der