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Vierzigster Brief .
Verschiedenheit der Wasserhöhe an verfchiedeyen Stellen bey einer und derselben Eturmfluth .
Brunsbüttel .
Liebster Onkel .
verschieden die Höhe seyn könne , wozu das Wasser bey den hohen Fluchen an verschiednen stellen austritt , davon habe ich einige Beobachtungen 'n einem geschriebnen Aufsatz gefunden , der mir in die Hände gekommen ist . Eö ist ein vifum repertum , das ein ehemaliger Gerichtsactuarius Remmers , ein Zeschickter Mann , nach einem Auftrag des Landvogts , von allen Deichen der Landschaft Süderdithmarschsn , von ihrer Höhe , Böschung und Kammbreiten 1752 . hatte aufnehmen müssen . Am iiten Sept . 175r * hatte man eine hohe Fluth gehabt . Eö war ihm ter andern auch aufgetragen , die Beschädigungen aus dieser Fluth aufzusuchen , und anzugeben . Diese wa - ren schon wieder ausgebessert , ehe er sein Geschäft an« fing ; aber er fand doch , insonderheit was die Höhe betraf , zu der das Wasser gegangen war , verschiedenes , to«s er beybrachte . Allein in dem Herbst 1752 . war am 7ten Sept . eine zwote Sturmfluch gewesen , nicht fo hoch als die erster ? . Von der letztem hatte er die Aschen Spuren der Höhe vor sich , und diese hat er sorgfältig bemerket .
Bey der letztern Fluch von 1752 . war die Was . serhöhe um Meldorf an der See , wo ein breites Vor - knd ist , wo sonst der West» und Südwestwind gerade «uf den Deich steht , acht bis neun Fuß über die ge - wohnliche Fluthhöhe gewesen ; größer schon , je weiter £ach der Elbe hinum ; an derselben aber , j an dem ^runöbüttler Deich , bi6l4iFuß ; und wiederum
noch