Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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mehr Beobachtungen nehmen wird , 9 Fuß , wie sie auch gewöhnlich hier gerechnet wird . 
z ) Die Daner der Ebbe und der Fluch , als des Fallens und Steigens des Wassers , ist bey Brunsbüttel noch nahe einander gleich . Doch zeigt sich iin Durchschnitt ein Unterschied von einer halben Stunde . Die Ebbe dauert 6± Stunden , und die Fluth 6 Stunden , wenn man annimmt , daß beyde ^tel früher angefangen und später sich geendigt haben , als die Beobachtungen die gesolgten Veränderungen in der Wasserhöhe angeben . 
4 ) Die Fluch zeigt sich eher in der Mitte des Flusses , als an den Ufern . Man sieht das fast jedesmal , daß die vor Anker liegenden Schisse im Fluß schon von dem Fluthstrom gedreht sind , wenn es in dem Hafen und am Ufer noch merklich ebbet . 
5 ) Die Fluch zeigt sich zuerst in dem ober» lVasser , indem das untere noch eine Weile auswärts abläuft ; aber nach wenig Minuten wird auch der un« ttu Strom von der Fluth zurück getrieben . 
6 ) Das tVasser sieigt bey der Fluth am schnellsten in den drey ersten Stunden . Aber in der zwoten schneller als in der ersten . Im Anfang lauft die Fluth zwischen den Watten in einem engeren Bette . Dieß erklart es aber nicht , warum die Höhe des Wassers in der zwoten Stunde stärker anwachst , als in der ersten , da sie in der zwoten doch schon ein breiteres Bett hat , als in der ersten . 
Das Mittel aus den Brunsbüttler Beobach« tungen giebt folgendes t
	        
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