Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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iinic etwas convex gezogen gegen diese ; in den obem Theilen etwas concav . 
8 ) Wenn eine so construirte Fignr die Fluthwel« le vorstellt , ( von der man auf eine Weile voraussetzen kann , daß sie nach und nach innerhalb 12~ Stunden die Stelle A vorbey , aufwärts geschoben würde , ) so muß ihre Breite bey der Höhe von 9 Fuß so groß ge - nommen werden , als der Abstand zweyer Oerler A lind C ist , wo das Wasser zu derselben Zeit am niedrigsten ist . Dieß ist denn auch die Entfernung von zweyen nächsten Oettern , die zu gleicher Zeit das höchste Was« ftr haben . Als ein Beyspiel zur Erläuterung ist eS genau genug , wieö gewöhnlich angegeben wird , daß zur selben Zeit , wenn das Wasser an der Mündung der Elbe und der Eyder aufs höchste steht , und die Ebbe anfängt , zu Hamburg und Altona das niedrigste Was - ser sich finde , oder die Fluth anfange ; und umgekehrt , daß der Fluth Anfang oben und das Ende der Fluth unten zugleich fey . Demnach wird der Abstand der Stelle des höchsten Wassers von der des niedrigsten in derselben Fluthwelle , das ist , die Linie A 6 , in der 4ten Figur 16 . bis 20 . Meilen seyn . Denn wenn daö höchste Wasser an der Mündung der Elbe ist , so giebt es zwischen da und Altona keine Stelle , wo zu der Zeit die hohlste Ebbe ist . Die ganze Fluthwelle hat also eine Breite , die nahe doppelt so groß ist , daS ist , von z z . bis 40 . Meilen , und ist nur 9 Fuß hoch . Die Oberflache A B und B C ist daher sehr nahe hori» zontal , und die Krümmung unmerklich . 
9 ) Die Fluch geht in 6 Stunden von der Mündung der Elbe bis Hamburg . In Ansehung der Wasserhöhe verhälts sich eben so , als wenn die aus der See anlaufende Fluthwelle , die mit ihrem Fuß in A , z . B . bey Altona , und mit dem Scheitel B bey de ? Münyung der Elbe steht , in sechs Stunden den
	        
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