hat der Geist des großen NeutonS die Ursache davon richtig gefaßt , so richtig , als die von dem Lauf deS Mondes . Wir wissen ihre Zeiten auf die Tage der Neu - und Vollmonden recht gut , und können sie rich« tig in den Kalendern angeben . Aber ist die Frage von den besondern Ereignissen , von den Fluch - und Ebbe« Zeiten in den Zwischentagen und den Verschiedenheiten , die dabey vorfallen , so kann man noch in mehr Hinsich« ten von dieser Erscheinung sagen , waS Kepler von dem Monde sagte , pertinax fidus , nuJlis obfequens legibus . Jene ist noch bey weitem nicht so genau unter Regeln gebracht , als der Mondeölauf von den Astronomen , und das laßt sich auch zurZeitnicht einmal hoffen . Die vor uns regellosen Winde haben so vielen Einfluß auf sie . Die Zeitbestimmungen , die man in den Kalen« dem findet , tragen zuweilen auf eine ganze Stunde . .
Von Brunsbüttel bis St . Margarethen , wo man durchkommt , fuhr ich mit der Gesellschaft auf dem Wagen . Der Regen hatte die Wege etwas kothig gemacht , aber das thut hier nicht viel , weil man Sorg« fall darauf wendet , daß sie gleich , so bald sie wiederum trocken sind , auch wieder geebnet werden . Wir unter« hielten uns genug von der schönen Marsch , von den niedlichen Gärten , den Blumentöpfen , dem schönen ge« krauselten Eisen an den Pforten und den bemahlten Thü» ren und Geländern . Bey Brunsbüttel sieht man schon etwas von dieser Zierlichkeit , aber die Wilsten und fast noch mehr die Krempermarsch soll in diesem Punkt der holländischen unter den unsrigen am nächste» kommen . Ich habe noch keine so geziert gesehen« Die lebhaften muntern Menschen , das weiße , wohl« gebildete Frauenzimmer , mit ihren Dutzend Röcke» behangen , die kaum auf die Waden reichen , und den frischen Gang um nichts hindern , die Reihen von sil'
Herne»