Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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bernen Knöpfen an den Westen und nebst 
den silbernen Schuhschnallen bey Heyden Hx . Fechtern ; das alles macht heiter , und wir waren , dev trüben Wetters ohngeachtet , ganz aufgeraun 
In St . Margarethen wollte man mir doch gern alles fthenswmhe zeigen , und führte mich zu einem Pferdehändler , der unter andern drei ) auserlesene Hengste stehen hatte , die denn vor mir herausgeführt wnrden . Auf den letzten setzte der Mann einen Preis - Von 800 Reichöthaler . Es war ein großes , kraft - " nd muthvolleS , und ein schönes Thier , so weit ich Pferde beurtheilen kann . Der Preis schien mir in - dessen zu hoch , und das Thier selbst , ob es gleich viel Lebhaftigkeit befaß , hatte , wie mich bauchte , etwas Plumpheit an sich , womit gewöhnlich Phlegma ver - bunden ist . Aber ich diu kein Sachkundiger , und ließ wir meine Kritik nicht merken . Der Mann treibt ei - ven großen Pserdehondel , wje noch andere mehr in den hiesigen Marschen . 
' Den Weg von St . Margarethen bis Brockdorf , «ine halbe Meile etwan , ließ ich meine Gesellschaft im ! ande hinter dem Deiche zu Wagen machen . Ich ging mit einem Begleiter auf dem Deich zu Fuß dahin . Dieß die Strecke , die mich während meines Hierfeyns niehr beschäftigen wird . Da ist der eigentliche Kampf , platz mit der Eibe . Es ist aufs äußerste gekommen . Alle AOenwerke sind verlohren . Nirgends ist Vor - l««d mehr . Das Watt ist noch da , aber schmal und an einiaen Stellen so niedrig , daß mans nur bey der letzten Ebbe zu sehen bekömmt . Der Deich muß un - Mittelbar alles aushalten . Aber er ist mit einer Stein» decke bepanzert , von unten bis oben hinauf nahe an die Kappe ; und auf dem Watt sind die Höfter seine Palli - saden . Ich konnte gestern wenig daran fehen , weil <s eben hohes Wasser war . Aber da der Wind etwas 
wehte .
	        
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