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daß langst vor ihnen das Wasser tiefer wird , als es vorher war . Eine solche Tiefe zieht ? sich langst den Höftern vor ihren Enden vorbey . In Brunsbüttel zitterte man vor dieser Tiefe ; hier macht sie keine Sor« gen . Wenn sie sich einmal selbst eingerichtet hat , bleibt sie wie sie ist , und nähert sich nicht weiter heran . In so fern wird der Zweck de6 Baus erreicht . In - dessen giebt es einige Ausnahmen . Einige Höfter hat man in ihrer anfänglichen Länge nicht erhalten können . Der Strom hat das äußerste Ende loSgespühlt und weggenommen . An einigen Stellen ist man nicht ge« wichen , sondern hak mit längern und starkern Holz ent« gegen gearbeitet , und das Höft ganz wieder hergestellt , hat einige so gar weiter hinaus verlängert ; aber an einigen hat man dem Strom nachgeben , und sich mit verkürztem Höft behelfen müssen . Ferner erhöht sich auch das Watt an einigen Stellen ; nur damit und mit der Auffchlickung geht es sehr langsam . Die steilen Wände der Höfter machen , wenn es nur ein wenig stürmt , eine zu starke Bewegung durch das Anschlagen und Zurückfallen derWellen , zum Theil auch durch daS Ueberfallen des Wassers über sie . Dadurch geht der größte Theil des Schlicks , der sich in den ruhigen Mo« Kathen des Sommers gesetzt hat , im Herbst und Früh - jähr wieder verlohren . Einige Höfter , welche an den Seiten mit nahe an einander stehenden Schrägpfählen besetzt sind , an die das Wasser , wie gegen eine schief - liegende Fläche , anschlägt , haben einen höhern Schlick an den Seiten liegen , als die , welche wie bloße verki» cale Wände da stehen . Bey den letztern sieht man hie und da längst den Seiten eine Vertiefung , wodurch sich das ablaufende Fluthwasser einen Strom macht , der den Grund der Höfterwand auöfpühlt und die Bohlen losmacht . Um dem Uebel zu steuern , sind verschiedene
Höftern
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