Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

ago * 
kommt darauf an , wie der Fluß sich benehmen wird . Sollten sich seine Angriffe verstarken , so würde ich die hiesige Marsch bedauern , aber doch nicht verzweifeln . Vielleicht hat sie auch das schwerste schon überstanden . Ich wünsche dieß wenigstens dem unverdrossenen Much , womit sie sich bisher geschützet hat . 
Die Dl'rection des Baues haben die Einwohner der Marsch selbst , oder eigentlich Einer oder ein Paar von ihnen , die sich damit abgegeben , und durch einen oder den andern Vorschlag , der von gutem Erfolg war , sich das Ansehen von Sachkundigen verschafft haben . In den Versammlungen der Landesleute werden die hieher gehörigen Sachen überlegt . Was denn ein solcher , der sich gewöhnlich auch in andern Sachen durch sein gescheutes Benehmen zum Dämagogen machte in Vorschlag bringt , wird genehmiget . Dieß Plebiscit muß die Zustimmung des königlichen Beamten haben , erhält solche aber leicht , wenn dieser mit den Eingefef« senen in gutem Vernehmen steht . . Er kann und mag auch nicht leicht etwas anders für gut halten , als wa6 jene , nach ihrer vieljährigen Erfahrung , wie es immer heißt , für gut gefunden haben . Ich habe in Wahr« heit viele Achtung für solche Ralhschiage . Der gute natürliche Verstand , wenn er nur nicht durch Leiden« schaft verstimmt wird , sieht zuweilen auch in solchen Sachen richtig , wozu , sonst der Regel nach , das Fern« glas der Wissenschaft erforderlich ist . Nur häufig sind solche Falle nicht . Selten ist es auch , daß nicht das Herz bey dem Mangel an klarer Einsicht sei» ne Wünsche einmische , und die Ueberlegung stimme» In Sacken , die zu den eigentlichen Wissenschaften ge« hören , ist e6 doch immer nur ein Glücksfall , wenn man sie ohne die Wissenschaft nur halb richtig faßt . Ich
	        
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