Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

das auch könnte , so müsse mang nicht thun . Diesen nur in der Phantasie möglichen Zweck streichen wir aus , wenn er auch wirklich unreichbar wäre . Also sind wir bloß auf die Vertheidigung beschrankt . Wir wollen den Feind nicht in die Flucht treiben , nicht über unsere Grenzen wegjagen . Er mag bleiben , wo er ist , wag uns allenfalls etwas necken ; aber wir wollen ihn im Zaum halten , und unfere Deiche und iand gegen ihn sichern , höchstens ihn nur an einzelnen Stellen , w» rr schon allzunahe ist , etwas wieder abbeugen . . 
Sehen Sie , dieß ist , meiner Meinung nach , der Mittelpunkt der Sachen . Dm habe ich jedesmal bey der Untersuchung des hiesigen und des Vrunebüttlsr Baus vor Augen gehabt . Es war mein Vorsah , den Grundriß , den ich mir zur Auflösung des Problems Nach und nach gezeichnet habe , Ihnen vorzulegen . Aber ich will , und die Wahrheit zu sagen , ich muß das noch aussetzen , bis ich in Glückstadl komme , wo ich einige Tage mehr Muße haben werde , um Speculationen zu sammeln , und wo ich auch meine todten Reisegefährten im Koffer , meine paar Bücher , die ich bey mir führe , Hitf befragen kann . Ich suche zu jedem Raisonnement ein Beleg aus der Erfahrung , wenn ich ihn immer auffinden kann . Da muß ich aber Zeit zum Nach» suchen haben . So lange ich hier bin , will ich diese Sachen bey Seite legen . Ich fühle , um eine gute ! aune zu behalten , muß ich ein paar Tage an etwas anders denken , als an Höfter und an Steindeiche . 
Ich fühlte dieß Bedürfniß gestern schon und wachte deswegen eine Tour nach tVilster , die mich ! ^hr behaget hat . Dieß'ist eine angenehme Landstadt in der Marsch . Sie hat manche artige Häuser und ^mittelte Einwohner . Sie liegt an einem kleinen 6luß , der eben so heißt , und wahrscheinlich der Stadt toid der Marsch den Namen gegeben hat . Die neue 
% ; Kirche
	        
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