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Zweyter Brief .
Beschaffenheit des Bodens im Dithmarschen . Frucht , barkeit . Verschiedene Erdarten .
Heydt .
liebster Gnkel .
ie hier um ^>eyde herum die Gegend seit einigen Iahren sich verbessert hat ! Der Flecken liegt , wie Sie wissen , auf der Geest , aber doch in der Nähe der Marsch . Ich erinnere mich aus meinen jungem Iahren , wie voll das jand herum mit Heyde , wovon der Ort den Namen hat , bedeckt war . Ießo finde ich die schönsten Aecker und Wiesen . Diese Veran« derung ist entstanden , nachdem die Gemeinheiten auf« gehoben , und das Feld eingekoppelt worden ist . Aber freylich , wenn man in die Marsch hinunter kommt , so fiehts noch besser aus .
Der Anblick der Marsch ist erheiternd . Ichken - ne sie ja von Jugend auf , bin mitten in ihr gebohren . Aber da ich sie jetzo nach zwanzig Jahren wieder sehe , wirkt sie auf mich mit einem ganz neuen Eindruck . ner von meiner Gesellschaft , der sie zum erstenmal sah , staunte jeden Augenblick über das große , fette Vieh , das bis an den Bauch im Grase geht , und über das starke gedrängte Korn , das zum Theil nicht gemähet werden kann , sondern mit der Sichel geschnitten wer« den muß . Es sind vorzüglich gesegnete Aecker .
Doch muß die Einbildungskraft nicht allein die Rechnung machen . Sie könnte , wenn sie ein vor - züglich gutes Jahr zum Muster nimmt , sich hier ein Eden träumen , wo keinö ist . Wenn man den Werth des Landes nimmt , wofür es gekaust wird , , oder die Pacht , wofür es zur Nutzung gelassen wird , so würde es bey gleicher Größe im Durchschnitt etwan doppelt
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