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sagt man , sey seiner Niedern Lage wegen zu schwer zu entwässern , auch wäre die obere gute Erde nicht tief genug , um vom Pflug bearbeitet zu werden . An manchen Stellen hat sie eil , paar Fuß oben abgegraben werden müssen , um den Deich daraus zu machen . Ge« gen diesen letztern Grund kann man nichts sagen . Aber er paßt auch nur auf einige Stellen in der Nähe des Deichs . Sollte vielleicht auch ander6wo , wo das nicht geschehen ist , aber wo das Land durchs Sinken niedriger gewor« den , die obere Kruste der Marscherde zugleich dünner geworden seyn ? Kann die Marscherde allmählich , wie manS von dem Sande weiß , sich von oben durch das Moor durchsenken ? Wenn das wäre , so würde manS sehr natürlich finden , daß in solchen Marschen der Kornbau von der Grasung verdrängt werde . Dieß gäbe eine sehr unangenehme Aussicht auf die Zukunft für alle Marschen , die auf Moor liegen . Das Land würde sich natürlich verschlechtern . Ich wünsche , daß man darauf mehr Acht haben und es anders finden möge . Gegenwärtig ist das noch sicher die Ursache nicht , die zur Abschaffung des Kornbmis nökhiget» Einige schreiben diese moralischen Ursachen zu , dem zunehmenden Luxus , und dem wachsenden Hang zum mühelosen Wohlleben . Diese mögen wohl mitwirken . Eine solche Veränderung hat immer mehr als eine Ursache . Aber mich deucht , sie können wol nicht die vornehmsten seyn . Die wohlhabenden Einwohner , und die Besitzer mehrerer Höfe könnten sichs bequem genug machen , wenn sie an andere Verpachteren . Wie ihm sey , so ist es fürs Ganze nicht zu wünschen , daß es damit weiter gehe % Ich bin : c . : c .
* ) In Dithmarfchen ist auch seit einigen Iahren die Maxime sehr gemein geworden , daß man wohl thue , nach dem dortigen Ausdruck , sicl ) auf Gras 5» le * gtn , d . L den Acker in Viehweide zu verandern . Da
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