Metadata: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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demselben . An noch mehreren Stellen hat man die innere Seile des Deichs zu Garten gebraucht , und mit Hecken und Baumen beseht . 
Wo einmal Häuser auf dem Deiche stehen , d» denke ich , sey es ein sonderbarer Einfall , wenn man die Leute nöthigen wollte , sie wieder wegzubrechen , zu« IM da hier ein so breiter Außendeich vorliegt . Es ist über doch Vorsicht nöthig , daß die Deiche nicht an ihrer erforderlichen Höhe verliehren , auch die gehörigen Anstalten zu den kleinen Schüttungen , die man im Nothfall bey Sturmfluthen , vor den Thüren und zwi« schen den Hausern als temperaire Erhöhungen der Deiche einrichtet , unterhalten werden . Gleichwohl ist es der Regel nicht gemäß , daß man Häuser oben auf den , Deich baue ; und nicht ohne ganz eigene , vielleicht nirgends völlig gültige Gründe sollte die Erlaubniß da« Zu verstattet werden . Am wenigsten ist das zu erlau« ben , wo man nicht sicher ist , daß der Deich selbst auf einem festen Boden liegt . Ist unten Moor , so beför« den die Last der Gebäude das Sinken . 
Die Gärten an der innern Seite können wohl ge« duldet werden , wo sie sind , wenn der Deich seine volle Höhe und Stärke hat ; noch ehe , wo beydeö überflüf« f'8 ist , oder wo ein hohes und breites Vorland ist . So lang« dieß vorhanden ist , ist auch , so zu sagen , noch Friede ; so lange mögen die Wälle gegen das Wasser , wie die in den Landvestungen , obgleich aus einem dern Grunde , mit Gartengewächsen besetzt seyn . Aber ini Allgemeinen , und wo nicht so gute Umstände sind , follte man die Gärten vom Deich weglassen . Das Erdreich wird durch den Bau der Gewächse locker , und wenn das Wasser überläuft , so macht das Gesträuch U''d die Bäume das Uebel gewöhnlich ärger . Sie ^vnnen zwar auch zufällig nutzen . Sie können hin» dern , daß der Fuß des Deichs inwendig von dem über« 
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