saufenden Wasser nicht so angegriffen wild , wie es bey einem freyen Herunterlaufen desselben geschehen seyn würde . Man führte mir Beyspiele an , daß dieß schehen sey . Allein dieser Vortheil ist unbeträchtlicher , als es der Nachtheil ist , wenn das Wasser nur etwas stark überströmt . Ein guter Zufall hat einmal die ausgerissenen Hecken und ein paar Bäume unten an den Fuß des Deichs hingeworfen , und sie da mit so viel Erde bedeckt , daß sie liegen geblieben sind , und daö Wegreißen des Fußes gewehret haben . Allein wie leicht hatte diese Bedeckung des Fußes , die durch die Erde gemacht wurde , welche das Wasser von dem vbern Theil abspühlte , nicht auch eine völlige Kamm« stürzung veranlassen können , wenn die Fluth noch ein wenig starker zugesetzt hätte ?
Ich habe des Außendeichs bey St . Margaret then schon einmal erwähnt * ) , der ehedem bedeichteS Zand gewesen ist , und wahrscheinlich 17 * 7 . seinen Deich verlohren hat . Kein Wunder also , daß sein Bode» ein ander Ansehen hat , als andere Außendeiche . Noch jetzo wird etwas davon zum Kornbau gebraucht , neM' lich zu Sommersaaten , aber damit wird man bald aufhören . Indessen wenn auch diese vieljährige Kirf' tur den Boden nicht schon eingerichtet hätte , so würde ein Außendeich , der am süßen Wasser liegt , ohnedieß mehr mit Gras besetzt seyn , als es die sind an dem sal« zen Wasser , weil es jenen wenig oder gar nicht fcho« det , wenn einmal die Fluth über sie lauft . Es ist auch ganz natürlich , daß vor der Bedeichung , da noch alltf Marschland in Sümpfen bestand , die Sümpfe oben an der Elbe und an der Störe , so wie der heilige VicelM sie im l 2ten Jahrhundert von dem Grafen Adolph dem Zweyren zum Geschenk erhielt * * ) , besser und
ange'
" ) Brief 36 .
* * ) Zvanliazertb Beschr . S . 28s . *