so viel Werth seyn , als das gute Saatkand auf der Geest . Man rechnet bey dem Weizen auf zehnfältige bis zwölf - fältige Frucht ; bey der Gerste auf zwölf - bis vierzehn« faltig ; zu verstehen von den mittlem Jahren , oder im Durchschnitt , in einem Jahr mehr , in dem andern weniger . Das ist denn ohngefehr zweymal so viel , als worauf man auf dem guten Geestland den Anschlag zu machen pflegt . Aber nun rechne man davon ab , daß der leimigte Marschboden viel schwerer zu bearbei - ten ist , mehr Menschen und Vieh erfordert , als die Geest , daß die öffentlichen Abgaben dorten größer sind , wie hier , und was eine Hauptsache ist , daß die Ernd - ten unsicherer sind , und öfters mißrathen , weil die Saaten mehreren Zufallen ausgesetzt sind . Die Geest hat ihre Höhen und ihre Niedrigungen . In nassen Jahren thun jene , in dürren diese ihre Dienste . Aber in den Marschen ersäuft die Nässe sehr leicht alles . Die trockne Witterung vertragen sie etwas besser , aber es kann ihnen doch auch leicht alzu trocken werden . Ihr Gras geht durch die Dürre verlohren , und ihr Vieh leidet aus Mangel am Wasser außerordentlich . Die Schaden aus Ueberschwemmungen , die Last mit den Deichen will ich nicht einmal rechnen ; ob sie gleich nicht unerheblich , und an einigen Stellen drückend ist ; auch nicht den Mausefraö , womit das gute Norder» dithmarschen seit einigen Jahren vorzüglich geplagt ist * ) . Im Vorbeygehen gesagt , so glaube ich , daß
diesem
* ) Der Mäusefras hat in Norberdithmarschen seit 1772 fast alle zwey bis drey Jahren die Aecker so verhee - ret , daß die Erndtcn verlohren gegangen sind . ( Man sehe die Sctmft deS Herrn Pastors t»olf : über die LelvmSuse , insonderheit in NorderSubmar . fttien . 178b . ) DaS Hebel scheint sich immer mehr ju verbreiten . Ist eS richtig , daß es erst seit dem
harten