Calendar: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 2)

Kr. Steinburg. (Itzehoe.) Beydenfleth. * Bool. Borsfleth. 
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Auf den 6 kurzen runden Röteln sind Sterne (umgekehrte Yielpässe) in Schmelz. 
Fusscrucifix. 
Glocken: i) 2) 1705 Chr. Haupner, sauber, mit Naturblättern. 3) 1605 
Bart. Korkow. 
Bilder: 1) Kreuzigung mit n Anbetenden, gegen Ende des 16. J., gut 
in der Zeichnung, aber ungemein rauh gemalt. 2) Gericht, gross, unschön, 
1742. *3) Leo’sches Epitaph 1646. * 4) Christus vor Pilatus, geschenkt 1641. 
* Bool, Bole, s. Herzhorn. 
Borsfleth, 12 km s.s.w.; 4 km n.n.ö. von Glückstadt, Kremper Marsch. 
Urba?iskirche. Schröder, Cons. 1, 220—38. Das Kirchspiel gilt für eines 
der ältesten, und Geuss vermeint, es könne seine Errichtung selbst in Adeldags 
(936—73) Zeit reichen. Zuerst genannt wird die Kirche 1307. Nach einer 
Verwüstung von 1628 soll sie bis auf Weniges 1630 neu 
gebaut sein und ist 1825 innen erneut. Der 1877 durch 
einen gotisierenden Neubau (10,150 M.) ersetzte * Chor 
(13,50 : 6,50 m) soll gotisch gewesen sein. Er hatte 
Polygonschluss, in einem Fenster angeblich Masswerk; die 
Gewölbe waren untergegangen. Das rechteckige Schiff 
(18 : 9,40 m) hat am Westende einen unbedeutenden 
Dachreiter. Die im Norden erhaltene alte Mauer hat ein 
schlichtes Gesims (Fig. 1363). Hier war ein wunder 
tätiges Marienbild und (s. Schröder 227. N. st. Mag. 5, 320 ff. 6, 525 ff. 
Kuss, das. 4, 398 ff. 5, 676 ff. 6, 708) eine Vicarie des hl. Kreuzes. Glocken 
stuhl von 1716, abgesondert im Osten. Kirchen 
inneres s. Lichtdr. 
Altar 1646, barock (s. auf dem Lichtdr.). 
Die sparsame Schnitzarbeit erinnert an die in St. 
Annen (Dit. 1). Schwungvoll sind die Engels 
köpfchen. Das Bild (ecce homo), nach Schröder 
wahrscheinlich schon 1638 geschenkt, auf Leinen, 
auf Holz gezogen, zeigt Christus, Knecht und 
einen Juden in lebensgrossen Figuren. Es ist 
ausgezeichnet durch lebensvolle Auffassung und 
treffliche Ausführung. Stark beschädigt gewesen, 
und, besonders in der Hauptfigur, z. T. übermalt. 
Kanzel 1638, gutes Barockwerk von 
scharfer sauberer Ausführung; Fortbildung der 
Wewelsflether Kanzel. An den Kanten Hermen 
von gehäufter Bildung. Von Jürgen Heitmann? 
Kleine Stuhlrückwand(Fig. 1364)» Jürgen 
Heitmann feciU, um 1638, ziemlich unbedeutend; nur das Gesims, das weit aus 
lädt, ist ausgeführt, die Pilaster aber nur in Zeichnung eingegraben, wodurch 
Fig. 1364. Vom Gestühle.
	        
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