Ein und fünfzigster Brief .
Bemerkungen über den Wasserbau an der Elbe lckter - Halb Glückstadt zur Beschützung des Ufers . Hohe und niedrige Vorwerke .
Elückstadt .
Liebster Onkel .
G [ \m lesen Sie einmal , wenn Sie wollen , liebster Onkel , meine practifchen Grundsäße über unfern Wasserbau zur Beschützung des Elbufers und der Deiche , auf die mich die Vergleichung der hiesigen Beobachtungen mit der Praxis , die ich sonst aus chern kenne , und mit den Gründen aus der Natur der Sache gebracht hat .
Das Problem selbst habe ich schon einmal in eU nem Brief aus der Wilstermarsch * ) angegeben . E6 soll nur von Werken die Rede seyn , womit wir uns vertheidigen , nicht die Frage von versetzenden Enn bauen , womit man den Fluß , oder einen Arm dessel« Ken sein gewohntes Bett zu verlassen , und in ein ande« res ihn hinein zwingen will ; auch nicht von angrei - senden Einbauen , die man anlegt , »im Sandplatten oder gar Inseln wegzuspühlen , oder das gegenseitige Ufer anzugreifen .
Indessen muß ich , was die Versetzung des Stroms betrifft , doch sagen , daß sie an einzelnen len selbst zur Vertheidigung , wenn nicht nöthig , doch nützlich werden könne . Nur muß dann nicht von dem Versetzen des Flusses , noch eines großen Arms dessel» den , sondern nur von dem Versetzen eines gewissen tie« fen und nahen Srcomstrichs die Frage seyn . Das tiefe weite Fahrwasser eines fo breiten und tiefen Flusses ,
wie
V S . 45sten Brief .