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und hier im Durchschnitt sandschariI , wie sies nen , nen , das ist , merklich mit Sands vermischt . Denn nach der größern oder geringem Menge des mit dem Thon verbundenen Sandes unterscheidet man das schwere und leichte Marschland . Doch ist auch die leichte Marsch noch ein guter fruchtbarer Boden , wor - auf Gersten , Weizen , Erbsen , Bohnen und Rabsaat , die bekanntlich die vornehmsten Feldfrüchte der Mar« schen sind , ganz vortrefflich gedeihen . Von dem Ha» ber , der sonst für minder gut gehalten wird , geht auch etwas aus dem Lande ; aber Rocken baut man selten mehr , als zum eigenen Gebrauch .
Die fruchtbare Erde ist auch nicht allenthalben gleich tief . Wo sie drei ) Fuß dick ist , da hält man den Boden noch für gut ; aber an einigen Stellen ist sie das nicht , und dann hat sich der Landmann zu hü - ten , daß er mit dem Pfluge nicht tiefer komme . Unten liegt an den meisten Stellen Sand , an vielen ein blauer Sand , an wenigen eine rothe , steinartige Erde , die sie hier den rothen Fuchs nennen , und die dem Acker sehr schädlich ist . Es giebt in andern Marschen Stel - len , wo der Kley fünf bis sechs , so gar , wo er bis neun Fuß und noch weiter in die Tiefe geht . So weiß ichs aus Eyderstädt . Dieser blaue Thon ist indessen für sich nicht fruchtbar , sondern macht nur 'das Erdreich locker , und wird dadurch selbst ein Dün - ger , wozu man keinen andern Dünger bringen darf . Wenn diese tiefer liegende blaue Erde nach oben bracht wird , was in Eyderstädt alle sechs bis sieben Jahre geschieht , wenn man den Acker rojohlc , so hat sich der Land - mann vorzusehen , daß er des guten nicht gar zu viel thue , nicht zu viel von dem blauen Kley nach oben aufbringe , sonst verliehrt er seine ersten Saaten .
Man unterscheidet dreyerley Arten von Erde , als Bestandteile der Marschländer , die aber am Ende doch
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