Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Praxis gebraucht werden kann , unvergänglich . Nur wenn der Busch so liegt , daß er wechselsiveise naß wird und wieder trocknet , wird er in kurzer Zeit spröde , und kann dann leicht vom Wellenschlag und noch mehr vom Eise zerschlagen werden . Einige Arten , wie der Er« lenbusch , lasten sich leichter vom Wasser durchdringen , werden dadurch schwerer al6 dieses , und sinken oder halten sich am Grunde durch ihre eigene Schwere ; an - dere Arten , wie Weidenbusch , behalten ihren Drang zum in die Höhe steigen und zum Schwimmen langer . Jene zieht man natürlich vor . Dieß macht einen Un« terschied zwischen Busch und Busch , auf den ich hier nicht sehe . Beyde werden leicht spröde und vergang' lich unter den erwehnten Umständen . 
Nun käme es darauf an , etwas naher durch Beobachtungen es auszumachen , als es bisher meines Wissens geschehen ist , wie viele Stunden ein von der Fluth bedeckter Busch wiederum bey der Ebbe bloß lie« gen könne , ohne in der Zwischenzeit auszutrocknen , oder näher , ohne in einer gewissen Zeit spröde zu werden ? Dabey ist zu merken , daß es bey dem Bloßliegen nicht allein darauf ankomme , haß er außer dem Walser liege ; sondern auch darauf , ob und wie fern er nicht mit Schlick bedeckt sey , oder mit anderm über ihm lie« genden Busch ? Er liegt eigentlich bloß , wenn er de ? äußern Luft unmittelbar ausgesetzt ist . Man müßte auf diese Verschiedenheit Acht haben . Ware die Dauer desselben bestimmter ausgemacht , so würde sich auch mit mehr Bestimmtheit über die Vergänglichkeit und Dauerhaftigkeit der Buschwerke auf dem Watt inthe«' len , und also auch hierinn mit mehr Einsicht verfahre " lassen . Ich mögke dazu geschickte Practlker ousmun« kern . Es fehlt im Deichwcisterbau noch sehr anBeod« Achtungen von einiger Genauigkeit . Bis dahin glaube ich nach einigen Bemerkungen , die ich bey denStrauch« 
höftera
	        
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