Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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nur auf zwey , Thon und Sand , hinauskommen . Der blaue ist ein fetter Thon , ohne Sand , den man wenigstens nicht spührt , wenn man ihn zwischen den Fin - gern zerreibet , sonst ist er freylich nicht ganz rein davon , und wenigstens fühlt man ihn zwischen den Zähnen , ' ganz seltene Falle ausgenommen . Das ist der , dessen ich 
vorher erwehnte , der , in gehörigem Maaße gebraucht , ( 
«in herrlicher Dünger ist . In allen Marschen findet man ) 
ihn gewöhnlich unter vier bis fünf Fuß lief , mehr oder f , 
weniger - . Dieß ist auch die beste Erde zum Deich . & 
Denn ist sie trocken , so läßt sie sich vom Wasser nicht I 
durchdringen , und nur langsam auflösen . Dagegen ist 5 
sie auch so fein auflösbar , daß , wo sie einmal mit dem d 
Wasser vermischt ist , die meiste Ruhe erfordert wird , vi 
wenn sie sich senken soll . Man hat auch eine andere k< 
schwarzblaue Thonart , die man in Ellerstadt Rinct nen . js 
«et , und unter dem blauen Kley antrifft . Diese ist im % 
Bruch Halbglanzend und härterals jener . Abermanhält v sie nicht gut auf dem Acker . Der Lehm , die gewöhn - 
lichste Marscherde , die oben aufliegt , ist eben der Thon Z 
mit etwas mehr Sand vermischt . Dieser setzt sich eher kc 
in dem Wasser zu Boden , wird aber auch leichter von n> 
demselben durchdrungen , und ist , je nachdem mehr oder si , 
minder Sand darin ist , schlechtere oder taugliche Erde w 
zu den Deichen . fe 
Nun noch etwas über die Menschen hier , die söge« 
nannten Marschbauern . Um Ihnen darüber etwas zu nc 
sagen , brauchte ich zwar nicht hieher gereiset zu seyn . 
ES sind meine Landsleute . _ Aber es schreibt sich am ke 
richtigsten über die Sachen , wenn man sie vor Augen T 
hat . Doch dieser Brief wird zu lang . Also künftig . d« Ich bin 
. . te 
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Dritter
	        
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