Auch deucht mich , die Beyspiele von einigen Strauch - höftern , die ich an der Eyder unterhalb Tönning gefe» hen habe , und die , wie man mir sagte , in ein paar Iahren so zerstört waren , als ich sie antraf , bestätigen meine Idee von der Wirkung der Wellen auf sie . Ich will von dem Eise nicht einmal sagen . Auch dieß zer« stört viel leichter spröde Strauchmerke , als Holz .
Sie sehen , liebster Onkel , nach diesem Grundsatz muß ich den Höfterbau in der Wilstermarsch , das ist einen Bau von hohen Holzwerken am Fuß des Deichö ; auf dem Watt im Ganzen sehr vernünftig finden . Dennoch haben die Brunsbüttler auch nicht unrecht , wenn sie die Wirbel im Wasser und die starken , Tiefen alS ein Uebel ansehen , das jenen anklebt ; ob sie gleich bey« des zu fürchterlich sich vorstellen .
Es fiel mir ein Mittel gegen diese Wirbel ein , schon als ich in Brunsbüttel war , nemlich eine scharfe Abflachung aller Uferwerke an ihren Vorderenden . Die Beobachtungen in der Wilstermarsch , da ich einigt Höfter fand , bey denen diese Wirbel , und auch Vertie« fung des Grundes und des WattS weit geringer waren , als bey andern * ) , bestärkten mich in dieser Idee . Nur
HunrjchS
einem oder jwey Jahren erstaunlich zugerichtet , und große Stücke davon weggerissen . Man hat Dusch« bellen auf dem Watt , eben weil ihre Unterhaltung zu kostbar war , verlassen müssen . In den holländischen Provinzen , wo man an den Flüssen , wo kein erheb« licher Wellenschlag ist , mit lauter Busch arbeitet , baut man an dem Ufer der See , und auch unten nahe ärt der Mündung breiter Flüsse , alle auf dem Watt lic» gcriden und einigermaßen hohen Werke durchaehends aus starkem Holz . Ader zu den niedrigen Werken , die man Zwischen denhdhcrn anlegt , imgleicken zu de» Eenkwerken umen im Wasser wird Busch genommen« ' ) E . Brief 44 .