Hlmrichs Raisonnement , was dagegen ist , machte Mich zweifelhaft . Er erklart das schräge Ablaufen ei» nes Einbaues in die Tiefe für mißlich , für nicht anzu« rächen , so gar für nachtheilig * ) , und HunrichS rität ist bey mir groß . Ich hielt mein Urtheil zurück , bis ich diese Sache von mehreren Seiten überlegen konnte .
HunrichS fürchtet , wem , das vordere Ende des Einbaus allmählig schräg abläuft , so werde ein Ueber - fall deö Wassers über diese schiefliegende Fläche entste - hen , und dieser den Grund nächst dahinter wegspühlen , und Kolke machen . Wenn man einen langen dünnen Körper senkrecht dem Strom auf dem Watt vorlegt , so geschieht freylich so etwas , was diese Vorstellung zu be - stätigen scheint , zumal , wenn er eckigt ist . Das Was - ser , was über ihn läuft , spühlt hinter ihm den Grund ein wenig m , S . Aber das ist nicht der Fall , wenn der Strom längst einer schräg liegenden Fläche fortläuft , und da , wo er sich an ihrem Ende umbeugt , oder über« fallen will , wiederum eine inclinirte Fläche antrifft , an der er allmahlig abgleiten kann . Das Wasser muß freylich seinen Gang haben . Wenn es durch eine seil» wärts hineingeschobene schiefe Flache aufgehalten wird , Muß es sich anderswo einen Weg machen . Daraus Muß eine Vergrößerung der Geschwindigkeit , und ei - nige Vertiefung des Grundes entstehen längst der ein - schränkenden Fläche vorbey . Aber diefe Vertiefung ist keine Wirkung eines Ueberfallö , und wegen des Dran - ges des Wassers längst der inclimrtm Seite gegen den vorbey streichenden Strom wird die Austiefung , welche erfolgt , von dem Fuß der Fläche desto weiter sich entfernt halten , je kleiner der Neigungs - Winkel der Fläche ist , d . i . je schräger sie liegt .
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* ) Deichbaue Erster Th . Kap . 11 , und r§ . <2 . 294 . 11 / .