Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Eine andere Frage ist es freylich , die aber da , wo die Beziehung des Mittels auf seinen Zweck vorläufig untersucht wird , noch nicht in Betracht kommen kann ; ob nicht vielleicht eine solche Zurichtung der hohen Wer« ke sehr kostbar scyn würde ? und dann noch diese , ob man solche Senkwerke , als zu der Abflachung erfordert werden , auch zu machen verstehe ? Das erstere kommt freylich auf einen Überschlag der Kosten an . Das zweyte kann einen starken Einwurf ausmachen , aber nur für jeßo . Was wir nicht wissen , können wir nen . Es gehört kein sonderliches Kopfbrechen dazu , . solche Senkwerke sich selbst auszudenken . Ich bin sicher , wir haben in unsern Marschen unter den Busch« arbeitern und Höfrerbauern ieute , die den dazu nöthigcn Mutterwitz haben , wenn man ihnen es nur interessant zu machen weiß , sich mit Fleiß darauf zu legen . Eine so wichtige Sache , als diese bey unserm Uferbau ist , der Wirbel im Wasser , die doch im Grunde eine Art von Krebsschaden an unsern Werken sind , entladen zu werden , verlohnt es wohl , daß man sich Mühe darum gebe , und Versuche und Proben machen lasse . 
Ob denn aber der Zweck , durch solches Mittel , durch ein flach ablaufendes Senkwerk , das nach vorne zu und an den Seiten schräg unter einem spitzen Win - kel mit dem Grunde ins Wasser hinausgeht , sicher zu erreichen stehe ? Ich finde das immer einleuchtender , je mehr ich die Wirbel und ihre Entstehungsart in Erwägung ziehe . Wo das Wasser vor einem hohen und steilen Körper , der in dem Srrom hervorsteht , an einer Seite vorbey muß , und sich hinter ihm zur Seite umbeugen kann , da findet man eine sich drehende Be - wegung im Kraise , die von oben bis unten trichterföc« mig fortgeht , und je tiefer das Wasser ist , mit desto größerer Gewalt sich so zu sagen in den Grund ein - bohrt . Wo keine Tiefe ist , oder wo kein slMr
	        
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