Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

bauen , sehen denFluthstrom dafür an , was er doch als Strom betrachtet , nicht ist ; und nur des Wellenfchla« geS wegen feyn kann , weil er von der nordwestlichen Seite herkommt , das ist von der Seile der böfm Winde . 
Hier ist ein sicherer Punkt , wo das Raisonnement oder die Theorie , sich mit den Beobachtungen verbin< den muß , wenn alles hell werden soll . Nachdem Silberschlag und dessen Theorie von den Buhnen , auch nach dem Huuricho hangt von dem Winkel , ter dem die Höfter gelegt werden , sehr viel ab ; man kann auch sogar nach dem Belidor , der aber nicht viel weiter auf diese Materie sich eingelassen hat , als sie von dem Italiener Michelini langst vorher vorgetra - gen war , gegen dessen Lehrsätze doch selbst von Italia« nern , an verschiedenen Stellen in der Raccolta , man» ches mit Grunde erinnert ist . Nach dieser gewöhnli« chen Theorie , die doch auch , wie man vorgiebr , mit der Erfahrung übereinstimmen soll , hangt so gar der große Unterschied der Buhnen , oder Einbaue in Treidbuhne» , angreifende , und in Schöpfduh^ nen , nur verrheidigende , die bloß ausschlämmen , von dem Unterschied deö Winkels ab , unter dem ein solcher Damin den Strom auffängt . 
Dagegen behaupten andere Theoretiker und Pra« ctiker von entschiedenem Ansehen , das Gegentheis . Herr Vossüc , der bekannte große französische Hydro« dynamiker , und Herr Viallec , derzeitiger Aufseher der Brücke» und Wege in der Provinz Champagne , sind die gemeinschaftliche Verfasser einer Schrift : recher - ches für Ja couftrudion Ja pJus avantageufe desf digues , die einen vierfachen Preis bey der Academie zu Toulouse 1762 . erhalten hak . Dieß ist eine vor« irefstiche Schrift und eine clafsische über den Deichbau , obgleich noch viel zu mangelhaft , wen» wir unfern 
Deichbau
	        
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