Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

ficht auf den Fluthstrom zu nehmen , als es unten nö - thig war . 
Das Ufer dieser Marsch hat auch nur Eine schlimme St . lle , wo der Deich hervorsteht , und daher etwas leidet , das ist die Stelle bey Elsfleth . Man hat einen Sleindeich dahin gelegt . Dicß ist der letzte an dieser Seite des Flusses nach oben . Die Steine lie» gen bloß neben einander ohne Bänke , und auch ohne durch Zwischenpfahle in Fächer gecheilt zu seyn . Sie liegen ziemlich ruhig , und über ihnen erhält sich die Gratischwarte deö Deichs ohne erhebliche Beschädigung , zum sichern Beweis , daß die Wellen hier nicht mehr so mächtig sind , wie bey Brunsbüttel , wo man eben so große Steine hat , die aber bey Fluthen , welche noch nicht zu den stärksten gehören , gewaltig an einander ge - stoßen , und in Unordnung gebracht werden . 
Werke auf dem Watt finde ich hier gar nicht , weder hohe noch niedrige . Ich weiß nicht , nach wel« chen Grundsätzen man das Watt ohne alle Beschulung habe lassen können , da mans doch für nörhig gefunden hat , den Deich selbst mit Steinen zu bedecken . Diese kostbare Decke ist es noch mehrgeworden durch die Pro , cesse , welche ihrentwegen geführt sind . Vielleicht fand man , daß die Natur selbst im Begriff sey , das Watt zu erhöhen , und das verlohrne Vorland wieder hinzu - schaffen ; daß es also nur darauf ankomme , bis dahin den Deich selbst gegen große Beschädigungen zu sichern ; und daß man dieß wohlfeiler haben würde durch eine größere baare Auslage zu den Steinen , als durch die jährlichen Erneuerungen einer Strohdecke . Der Erfolg ist wenigstens fo gewesen , daß es gegenwärtig keiner Steindecke mehr bedürfte , wenn man sie nicht hätte , und nur mit Niedern Werken die Auffchlickung des WattS befördern würde . 
Z 5 Man 
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