Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

z66 " 
ausgelaufen , als es gewöhnlich zu steigen pflegt , und doch war das Welker heiter und der Wind ganz still . Das ist nicht selten , nur ich Hobe es selbst noch nicht so bemerkt . Es ist alsdenn draußen in der See ein starker westlicher Wind , der sich auch bald darauf am Lande einzustellen pflegt : allein dießmal ist das nicht geschehen . Es sind doch schon zwey Tage her , und wir haben noch ein stilles Wetter . 
Pon schönen Gegenden und angenehmen Aussich« ten mag ich Ihnen fast nichts mehr vorsagen . Da6 jand ist ein reizendes und gesegnetes Land . Man merkt nicht mehr , daß man in der Marsch sev . Man hat daö reinste Quellwasser zum Trinken von der nahen Geest . Man könnte selb# auf einem hiesigen Außen« deiche glauben , auf der Geest zu seim , wenn man nicht durch de»« Schlick in den Graben be» der Ebbe daran erinnert würde . Der reizenden Aussichr über die Elbe zu Diöhorst muß ich doch erwehnen . Dieß Bishorst liegt außer dem Deich auf einem Sandufer , so hoch , wie die Dünen sind . Dieser Hügel hat auch in einem gewissen Grade das Schicksal der Dünen , daß «r wärts versetzt wird , aber er wird mehr noch einwärts verweht , da er dem Nordostwind ausgesetzt ist . E'6 ist nicht mehr das alte Bishorst , wohin der heilige Dicelin seine Zuflucht vor den Wenden zu nehmen pflegte , und wovon vorher die Haseldörper Marsch die Dlöhorster Marsch geheißen hat . Das alte hat weiter hinaus in der Elbe gelegen . 
Das Ufer des Flusses hat sich auch hier sehr ver« ändert . Die Elbe hat gegen das hiesige Ufer ange« drängt . Aber gegenwärtig scheint sich die Hitlerschanj oder vielmehr der Sand an ihr immer mehr herüberzu« ziehen . Es können jetzo mir kleine Schisse den Zwi« schenstrom mehr durchkommen , wo vor nicht vieleX Jahren noch die größten segelten»
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.