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ausgelaufen , als es gewöhnlich zu steigen pflegt , und doch war das Welker heiter und der Wind ganz still . Das ist nicht selten , nur ich Hobe es selbst noch nicht so bemerkt . Es ist alsdenn draußen in der See ein starker westlicher Wind , der sich auch bald darauf am Lande einzustellen pflegt : allein dießmal ist das nicht geschehen . Es sind doch schon zwey Tage her , und wir haben noch ein stilles Wetter .
Pon schönen Gegenden und angenehmen Aussich« ten mag ich Ihnen fast nichts mehr vorsagen . Da6 jand ist ein reizendes und gesegnetes Land . Man merkt nicht mehr , daß man in der Marsch sev . Man hat daö reinste Quellwasser zum Trinken von der nahen Geest . Man könnte selb# auf einem hiesigen Außen« deiche glauben , auf der Geest zu seim , wenn man nicht durch de»« Schlick in den Graben be» der Ebbe daran erinnert würde . Der reizenden Aussichr über die Elbe zu Diöhorst muß ich doch erwehnen . Dieß Bishorst liegt außer dem Deich auf einem Sandufer , so hoch , wie die Dünen sind . Dieser Hügel hat auch in einem gewissen Grade das Schicksal der Dünen , daß «r wärts versetzt wird , aber er wird mehr noch einwärts verweht , da er dem Nordostwind ausgesetzt ist . E'6 ist nicht mehr das alte Bishorst , wohin der heilige Dicelin seine Zuflucht vor den Wenden zu nehmen pflegte , und wovon vorher die Haseldörper Marsch die Dlöhorster Marsch geheißen hat . Das alte hat weiter hinaus in der Elbe gelegen .
Das Ufer des Flusses hat sich auch hier sehr ver« ändert . Die Elbe hat gegen das hiesige Ufer ange« drängt . Aber gegenwärtig scheint sich die Hitlerschanj oder vielmehr der Sand an ihr immer mehr herüberzu« ziehen . Es können jetzo mir kleine Schisse den Zwi« schenstrom mehr durchkommen , wo vor nicht vieleX Jahren noch die größten segelten»