auf unserer Geest stechen dabey ab . Solch grobes Tuch , als der Geestbauer zum Hochzeitskleide hat , trägt kaum der Dienstjunge in der Marsch .
Diese Dienstleute abgerechnet , so besteht der ge Theil der Marschbewohner in den größern und klei» nern Hofbesitzern , die man eigentlich die i1 ? arsa ) S dauern nennt ; sie mögen selbst Eigenthümer der Höfe , oder nur Pächter seyn ; und in andern Bewohnern der Dörfer und Flecken , die von ihren Gewerben und Hand» thierungen leben . Alle diese haben , fast ohne Aus» nähme , etwas Landbau , einen Garten und halten Vieh .
In diesem Mittelstände zeigen sich die Wirkun» gen des guten Bodens , und mich der Freyheit , am deutlichsten . Der Boden will aber mit Fleiß und auch mit Ueberlegung bearbeitet seyn . Nicht nur wer faul ist , sondern auch wer nicht aufmerksam auf alle Zwei» ge seiner Wirtschaft ist , geht bald verlohren , auch ohne Verschwendung . Diese jage erhält so wohl Geist als Leib in bestandiger Tätigkeit , und ist bey Menschen , die sich dazu srey fühlen , suhlen , daß sie selbst durch sich und ihren Kopf und Kräfte wirken können , und wirken müssen , ohne Zweifel das wirksamste Mittel , den raden Menschenverstand zu entwickeln . Man wird dabey genöthigt , die Sachen so zu fassen , wie sie sind , und sich vor Phantasien zu hüten . Cicero sagte , agricultura sey proxima fapicntiae . 3>ch glaube , so fern er Recht hat , liege der Grund davon in dem er» wehnten Einfluß der Arbeiten auf den Geist , und der Grund findet sich vorzüglich in den Märschen . ES sind freylich auch da Ursachen genug , die den Geist ver« krüppeln und verstümmeln . Der Aberglaube , st noch stark , wo die Lectüre ihn nicht verdrängt hat . Allein die Ängstlichkeit , die aus Sclaverey entspringt , auS dem immer lebhaften Gefühl von Unterwürfigkeit un» ter dem Willen eines andern , dieß narcoücum deS
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