Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

von Mitgliedern des Raths ab , deren Pflicht es nicht ist , Hydrotechnik studirt zu haben . Man beHilst sich mit den gewöhnlichsten Practikanten , und consulirt dann in besondern Fällen einen Auswärtigen . Der Ham - burgische Wasserbau erfordert , wenn irgend einer , einen Mann , der seine Hydraulik recht tüchtig studirt , und dann Gelegenheit gehabt habe , auch durch Reisen sich practische Kenntnisse zu verschaffen . Man soll doch einmal den Vorsah gehabt haben , den Oberdeichgräsen Beckmann zu Harburg anzustellen . Aber es ist be - greiflich , ein solcher Mann verlangt mich ein Gehalt , und ein äußeres Ansehen , wie es der Wichtigkeit seines Amts gemäß ist , mag auch nicht gern seinen Kopf und seine Kenntnisse der Direction anderer unterwerfen , die nichts davon verstehen , und doch , weil sie Mitaufseher seyn sollen , sich so gern das Ansehen geben , als ver» stünden sieS . 
Daher geht denn auch wohl so etwas vor , als folgt * ) . Es ist ein neuer Kanal zur Verbindung der Alster mit der Elbe gegraben , und dieser mit einer tüch - «igen Vorseßung versehen worden . Das war recht gut . Aber den alten Kanal stopfte man In der Stadt an sei« 
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* ) Man bat diesen Fehler nachher eingesehen und ab - geändert . Auch ist in der Folge verschiedenes in Hin - ficht der Wasserbauanstalteu verbessert . Mau fand es , daß man geschickte Leute gebrauche , iieß zu dem Ende den jetzigen Conducteur , Xvolrmann , studiren und reisen , doch geschähe das eigentlich auf Kosten gewisser Privatpersonen , aber in der Absicht , einen künftigen practifchen Hydrotekten an ihm zu erhalten . Dieser ist ietzo auch zu Ritzebüttel im öffentlichen Dienst angestellt . Aber so viel ich weiß , ist es noch immer so , daß weder die Vortheile noch das Ansehen , die man den Sachkundigen zugesteht , reizen können , auf solche Aemter zu studiren .
	        
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