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Mechanik schon beschrieben und abgebildet ist , so mögen Sie sie da nachsehen .
Das zweyte ist bey dem hiesigen Druckwerk mehr etwas eigenes , als empsehlungswmh zur Nachahmung . Der Kolben , womit das Wasser aus dem Stiefel in die Steigröhren gedruckt wird , hat kein Ventil , wie sonst , wodurch das über ihn stehende Wasser , was in den Stiefel wieder eintritt , indem das darinn befindliche bey dem Herunterdrücken in die Steigröhren tritt , beym Wie - herausziehen durch den Kolben stießen kann . Der Kol« ben selbst besteht aus vier bis fünf ledernen Scheiben , Hie über sich eine messingene Platte haben . Die letztere ist ein wenig kleiner , als die Scheiben selbst , und hat am Umfang Löcher , wodurch das Wasser nach unten auf die lederne Scheiben abfließen kann . Durch die Scheiben geht ein eiserner Zapfen an der Kolbenstange , und unterhalb der Scheiben liegt ein metallener schma» ler Ring , der mit einer Splint« an dem Zapfen gehal« ten wird , und zugleich die Scheiben festhält . Wenn der Kolben in die Höhe gezogen wird , so nehmen die ledernen Scheiben eine conische Gestalt an , deren Spi - He nach oben gekehrt ist . Das Wasser geht durch die töcher der messingenen Platte , und stießt zwischen der äußern , conischen Fläche der Scheiben und dem innern Rande des Stiefels hinunter , als durch ein Ventil . Dagegen wenn der Kolben unterwärts gedruckt wird , so strauben sich die gedrang schließenden und conisch bogenen Scheiben , mit ihrer Grundflache nach unten gekehrt , und schließen so genau an die innere Flache des Stiefels , daß kein Wasser hindurch kann . DerStie» fel ist 7 Zoll weit . Die messingene Scheibe ist ein halb
Aa 4 Zoll
* ) Büscb Versuch einer Mathematik S . 55 . der chanik .