Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Z ? ö as==s 
Zoll kleiner , so viel gehen nemlich die ledernen Schei« ben über sie heraus . Die letztere sind so gedränge ge - macht , daß sie im Anfang mir Gewalt in den Stiefel müssen hineingeschlagen werden . Es soll diese Einrich» tung schon über ivoIahr alt seyn und von einem Ans ton Limprechr herrühren . Zu den ledernen Schei - ben wird dickes englisches Büffelleder genommen ; Braasch wollte es auch mit Mastrichter versuchen , das aber zwey bis drittehalb Knien dick seyn muß . Es kön - ncn auch nur solche Stücke dazu gebraucht werden , die keine Striemen haben ; sondern auf der Flache ganz glatt und gleichförmig sind . Alle halbe Jahre muß man neue Scheiben machen . Ich kann nicht sagen , daß mir diese Einrichtung gefalle , und daß etwas da« durch erspart werde . Gute Ventile würden vielleicht am Ende noch wohlfeiler seyn . 
Braasch zeigte mir eine Pendeluhr von ihm selbst verfertigt , dessen Secundenzeiger fortrückte , ohne im mindesten zurück zu zucken , wie man bey den gewöhnli« chen Uhren der Art steht . Das Loch in Linfenform wog ein halb Centner . Mir fiel der Germanismus des Künstlers auf . Die Zahlen auf der Zeigerfcheibe wa - ren nicht die gewöhnlich römifchen , sondern deutsche Ziffern . Der Mann bewies sich mir überall , als ein geschickter , und zugleich offener gefälliger Mann , den ich sehr schätze . 
Da haben Sie einen langen Brief , worinn nichts vom Deichbau steht . Wollen Sie dergleichen künftig nicht mehr haben , so verbieten Eies mir . Nächstens will ich Sie mit einer Deichfahrt nach dem Zollspie - kcr unterhalten« 
Sieben
	        
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