Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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sicher nicht zu denen gehören , die den Fremden den Aufenthalt hier angenehm machen ; daß es für eine Handelsstadt sehr unanpassend sey , einen Theil deS Commirz auf halbe und ganze Tage , vielleicht jeden Monach einmal , zum Stillstehen zu zwingen ; und daß die Gründe , die mir mein Wirch dafür anführte , nichts mehr beweisen , als daß es ein altes Herkommen fty , was ehedem vielleicht vernünftig gewesen seyn mag , gegenwärtig aber entweder ganz ein unnützer Zwang sey , oder doch nur von einer Seite etwas nütze , was ftch von manchen sogar von schädlichen Dingen auch sa> gen läßt . Indessen muß man bedenken , daß es in 4 Freystädten etwas mehr auf sich habe , vernünftige Veränderungen zu Stande zu bringen , und auch mehr sage , als in Monarchien . In diesen kann die nunft von Einein oder zweyen Köpfen das bewirken , wozu in jenen erfordert wird , daß der größere Theil erst vernünftig sey . 
Die Fluch hört bey Zollspieker noch nicht ganz auf , mei klich zu seyn . Sie geht noch eine Meile höher hin - auf bis Berghorst . Aber sie ist auch dorten sehr schwach und besteht mehr in einem Flözen , oder in einem Er - höhen deö Wassers durchs Aufstauen , als ein wirkli - cher Rückfluß merklich ist . Der Unterschied in den Wasserhöhen ist i bis Fuß gewöhnlich . Wo die Fluch ganz aufhört , da kann man annehmen , daß auch das Grundbett der £Elbe in derselben Horis zonrfiache liege mir der Oberfläche des höchsten lVajsere an der äußersten Mündung der Elbe , das ist , wie mans gewöhnlich ansieht , bey der rochen Tonne , wo die Fluch i z . Fuß hoch geht * ) . 
Zwischen 
* ) Die gewöhnliche Fluthhöhe wird bey Hamburg auf 6 . Fuß geschätzt . Die nachher angefangenen , und nun schon feit einigen Jahren fortgesetzten tungen ,
	        
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