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so sehe ich eS als Pflicht an , auch solche hier aüfzuspü« ren . So viel ist klar , daß man hier auf den Wellen« schlag nicht rechnen dürfe , und daß also ein Grund , die äußere Seite zu dossiren , wegfalle , der unten an der See so wichtig ist . Das Wasser wirkt hier bloß durch Druck und Strom . Diese Kräfte mag man nun erwägen , wie man will , so kommt immer das Resultat heraus , daß steile Deiche nach außen die unzweckmas« sigsten sind . Aber es ist noch ein Feind übrig , und in den obern Flüssen der fürchterlichste , und vielleicht am Ende der einzige unbezwingbare , nemlich der Eisgang . Auch dagegen ist die flache Böschung wichtig , aber sie , allein schützt zu wenig . Es werden starke Bedeckun« gen des Erdreichs erforderlich , und zu diesen gehören auch die Bollwerke von starkem Holz . Wo nun ein» mal der Deich nach außen zu seine Schräge verlohren hat ; also die Steinbedeckungen nicht anzubringen sind , was ist da anders zu thun , als Holzwände oder Mauer« werk , oder geflochtener Busch zu gebrauchen ? wenig« stenS gehört ein Bollwerk unter den guten Anstalten . Obs die beste sey ? ob es allein hinreiche , wenn ohne andere Mittel den Strom abzuhalten und den Eisgang zu brechen , damit verbunden sind ? Das sind Fragen . Ingleichen , da ein schräg geschlagenes Bollwerk besser widersteht , als ein steiles , wie viel wohl die Kosten bey dem letzten größer werden ? Es ist eine der schwer« sien Aufgaben , wie man sich gegen den Eisgang ver« theidigen könne ? die ich auf meinen Reisen vor Augen haben werde . Sicherheit , glaube ich , müsse sich doch dagegen verschaffen lassen . Nur wie kostbar wird sie ? Sie kann zu kostbar werden für den Werth des gesi« cherten iandeö .
Nicht so kostbar als dieses Bollwerk fand ich nahe bey dem Wirththause zu Zollspieker in einer Bucht der Elbe , eine Bedeckung des Deichs mit einer 2 . bis
Z . Fuß