Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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wenn es einmal überlauft , die Felder nicht so , wie daS Seewasser . Aber man weiß doch aus Erfahrung , was auch hier Überschwemmungen für Schaden an« richten . Die Elbe wird selbst die iänder nicht so hoch aufschlicken , daß sie gar nicht mehr vom Wasser schwemmt werden können . Das ist eine eitle Erwar» tung . Aber die Kultur des Bodens kann zu ihrer Er« höhung beywirken . Der gemeine Grund , der hier viel zu gelten scheint , daß die Bewohner sich durchs Eindeichen einen schweren und ewigen Krieg mit der Elbe auf den Hals ziehen würden , beruhet auf einem unrichtigen Raisonneinent . Ist das iand aber für sich meistens schon so hoch , daß wenig mehr nöthig ist , um eö völlig zu sichern , so wird das , was die Kunst zu thün hat , auch nur wenig auf sich haben . Die Elbin« seln brauchen keine Brunöbüttler Deiche . Einige be« sorgen , eö sei ) die Bedeichung der Inseln schädlich , weil der sreye Ablauf des Wassers bey den hohen Flu« then dadurch gehindert werde . Die größern sind schon bedeicht ; so würde es vollends nichts machen , wenn das auch bey den übrigen kleinen geschähe . Aber im Ganzen ist das auch ein falscher Gedanke . Man mache nur tüchtige Deiche , wie die größte Fluthhöhe , die man ehedem gehabt hat , sie erfodert ; so ist die Be« schränkung der unnöthigen Breite des Flusses ein tel , die nöthige Tiefe des Fahrwassers zu erhalten . 
Von Haarburg nahm ich meinen Weg über Mohrburg , was noch zu Hamburg gehört , ob es gleich an der andern Seite der Elbe liegt . Ich ging durch Buxtehude , und kam bey Gründeich wieder an die Elbe , und an dem Elbdeich über Twielenfleth hierher nach Stade . Sehr viel was mich aufhalten konnte , traf ich nicht an . Haarburg hat eine ange« nehme jage , gerade gegen Hamburg über , was von dieser Seite am besten in die Augen fallt . Es ist sonst
	        
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