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bessert werden . Sie hindern nicht , daß nicht von der Erde des Deichs hinter und unter ihnen viel ausge - spühlt werde . Die Erhaltungsart ist also auch kostbar , und wenn nicht im Winter , und besonders beym Eis - gang im Frühjahr , wohl Acht gegeben wird , daß die erheblichen Beschädigungen , baldmöglichst , so gut es angeht , wieder ausgebessert werden , so geräth der Deich bald in Gefahr . Man sucht aber immer einen Vorrath von Flacken und Stroh , auch von Erde lind Mist , nahe bey den Deichen zur Hand zu haben . So sehr stark ist der Eisgang hier doch nicht , weil die Elbe breit ist . Wenn man gegen den Strom mehr mit Stacken ten wird , so wird man auch wohl sich ferner so fen . Aber Aussicht und unausgesetzter Fleiß ist erfor - derlich .
Die erwähnte Bedeckung mit Flacken finde ich sehr angemessen unter solchen Umstanden , wie sie hier sind ; wo man nemlich steile Deiche hat , aber keinen Wellen - schlag , und einen nur maßigen Eisgang befürchten darf . Andere Umstände würden andere Maßregeln nöthig machen . Gegen einen starken Eisgang in mehr bewegten Flüssen würden jene sehr unbedeutend seyn . Und an der See behüte der Himmel für so steile Deiche , die auch ganz anders , als mit solchem Flechtwerk müß» ten bepanzert werden . Doch sind auch die Flacken an Sanddeichen in Nothsallen brauchbar , wo Löcher ein - gerissen sind , welche der Jahrszeit wegen nicht sogleich gründlich auszubessern sind , und wo doch so gleich et« was geschehen mnß . Sie gehörten also doch auch in ein Deichmagazin , wenn wir dergleichen hätten .
Von Stade selbst habe ich Ihnen nichts zu melden . Der Ort ist nicht unangenehm , und der Besatzung und des Regierungscollegii wegen nicht ohne Lebhaftigkeit , die aber für die Größe der Stadt zu geringe ist . Die Vestungswerke fängt man an herunterzubringen . Das
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