Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Die Deiche finde ick weder vorzüglich stark , noch hoch , und fast alle sind sie zu wenig gegen die Elbe ab« geflacht . Man bedeckt sie mit Stroh und F lacken , wie oben ; aber man bedient sich mehr der Stacken zur Erhaltung des Watts und^es Vorlandes . Die letzter» thun auch ihre guten Dienste , wie bey uns , wenn sie nur gut unterhalten werden . Die Vorwerke auf dem Watt werden hiervon der königlichen Kammer gehalten , und diese spart gern das Geld , wie allenthalben , wobey denn oftmals aus unzeitiger Kargheit verschwendet wird . 
Eö fehlt an dieser ganzen Südseite der Elbe nicht so wie bey uns , an einer sachkundigen Aufsicht . Jeder District hat seinen Deichinspector , Deichgrafen , die auch wohl als Oberinspectores und Oberdeichgrafen cha - racterisirt werden ; und diese bestellt die Regierung . Sie haben gewöhnlich nicht so wohl mit dem Deich als mit dem Uferbau zu thun . Die Deiche haben ihre sondere Inspection , die von den Einwohnern beschafft wird . Jene Aufseher sind ziemlich gut besoldet ; stehen »inter der Regierung , was ihnen Ansehen giebt . Sie vermuthen leicht , daß nicht alle diese Männer große Hy , drotekten sind . Aber man nimmt doch keinen dazu , als der sich auf den Uferbau gelegt hat . Die meisten haben auch vorher reisen und sich dadurch practische Kenntnisse sammeln müssen . Es ist wohl selten ihre Schuld , wenn hier nicht alles so ist , wie es se»n sollte . Wie sehr wünschte ich , daß wir in diesem Stück die hiesige Ein« richtung zuin Muster nehmen mögten . 
Alle hiesige Stackwerke sind von Busch gemacht . Die Verbindung des Busckes ist bey einigen eben so simpel als bey uns an der Eyder ; bey andern aber ser und dauerhafter . Ich habe bey Wischhafen und zu Neuhaus gefehen , daß man sie nach der Vorschrift ge« macht , die in Bösens Anweisung von Genkschach - ten steht , nemlich in Hinsicht der Art , wie der Busch 
mittclst
	        
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