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genommen habe , und gegenwärtig sey wiederum ein ÄnlVachS da . Es andern sich alsdenn jedesmal die Sandplatten . Aber aus dieser Veränderlichkeit im Ab - - bruch folget nicht , daß man nicht auf einen festen Plan zur Vertheidigung bedacht seyn müsse , so lange er dauert . Man kann sich trösten , daß die Natur nicht immer ihre üble jaunen behalt , aber wir brauchen un« sere Besitzungen davon nicht abhängen zu lassen .
In diesem Briefe fasse ich nicht alles , was ich zwischen Stade und hier für Sie aufgezeichnet habe . Ich kann aber den heutigen schönen Tag nicht vorbey lassen , noch die mir angebotene gute Gelegenheit bey Cuxhaven vorlaufig die Tour zu machen . Ich breche ab . Leben Sie wohl .
Sechzigster Brief .
Die Oost . Neuhaus . Das Land Hadeln .
Ritzebüttel .
Liebster <l>nkel .
^ ? ben komme ich zurück von meiner Besichtigung der hiesigen Uferwerke . Der Herr Oberlieutenant von Gromkov , der die Aufsicht darüber führt , hatte die Gefälligkeit , mich in seinem Wagen und zu Fuß her» umzuführen , mir alles zu zeigen , auf alles zu amwor» ten , und mir Erlauterungen und Nachrichten zu geben . Es ist mir der Kopf noch so voll davon , als wenn ich aus einer Kunstkammer käme . Ich muß das gesehene erst aufs Papier zeichnen . Dann will ichs sondern und ordnen ; das meiste nochmals einzeln besehen , Zweck und Mittel vergleichen , und so den Geist des hiesigen • Baues zu fassen suchen , wenn einer darinnen ist und sich fassen läßt . So bald komme ich hier nicht weg .
Vorher