Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Der erste Blick auf die Lage der Gegend zeigt , das Wasser müsse hier mit der Gewalt wirken , womit es an dem Ufer der See , oder eines breiten Flusses na» he an der See zu wirken pflegt , nemlich mit einem star« ken Wellenschlag und mit seinem Strom . Die Elbe ist in der Linie von Cuxhaven nach dem Ende de6 Brunsbüttler Deichs hinüber etwan z . Meilen breit , pnd nach Norden zu hat man die offne See . Dieß breite offne Bassin , so nahe an der See , mit einer Uiefe von über 40 . Fuß vor Cuxhaven , muß nothwen - big heftige Wellen veranlassen , wenn nicht etwan hohe Sandplatten draußen vorliegen . Man schätzet die senk - rechte Wellenhöhe hier auf 6 . Fuß . Dazu kommt der Strom selbst , der oberhalb Cuxhaven ans Ufer fallt , und sich näher an demselben anzudrängen scheint . Also ist auch hier noch insonderheit dem Strom entgegen zu Arbeiten . Es liegen draußen an beyden Seiten her Mündung der Elbe große Sandplattcn , vor demDich - marscher User an der Nordseice und an der andern auch südlich hinum nach der Weser zu» Diese schränken das tiefe Fahrwasser des Flusses ein auf eine Breite von »hngefehr einer Viertheil Meile . Aber vor Cuxhaven geht eö nahe am Lande vorbei ) . 
Den Gedanken , daß am Seeufer der Abbruch und der Anwachö größtentheils von der Lage der Sand« platten abhänge * ) , finde ich hier wieder bestätiget . Hinter denDühmarscher Platten ist Anwachö , obgleich geg ? n Nordwestwind . Dasselbe sieht man , wenn man an dieser Seite weiter hinumgeht nach der Weser zu . Es ist an dem Lande Wursten , und an einem Theil des zu Rißebüttcl gehörigen Ufers auch so ; und eö ist ein ansehnlicher Anwachs daselbst . Dennoch liegt daS Ufer gegen den bösesten Wind . Hingegen ist ein Ab« 
bruch 
* ) Brief 6 . und 22 .
	        
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