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hinter jenen parallelen Werken erhalten . Vergleichen Sie damit , daß man in der Wilstermarsch dagegen , wo man nur ablaufende Werke kennt , alles Vorland Verlohren hat , und genöthigt worden ist , den Deich mit einer starken Steinbedeckung zu b , panzern . Hier ist freylich noch ein sehr breites Watt , und ich will auch annehmen , daß sich die Tiefe nicht nähere : allein dm hiesigen Wellenschlag in Betracht gezogen und zugleich doch auch die mäßige Höhe des Watts , so delicht mich , es sey gewiß , daß , wenn jenes parallele Werk nicht vor» gelegt gewesen , längst alles grüne Vorland vergangen , und der Erddeich unhaltbar geworden seyn müßte .
Was daö Hintenumlaufen dieser Parallelwerke betrifft , und das Durchströmen des Watts und des Vorlandes hinter ihnen , so meine ich , dem wäre wohl vorzubeugen mittelst einiger Queerzaune von Busch , womit man solche Ströme durchschneidet , und den Durchlauf hindert , wie mans bey uns auf dem Watte macht , und auch hier schon hinter den großen Steinki» sten , die ebenfalls parallele Werke sind , gemacht hat .
Aber damit ist die Vorzüglichkeit der Parallel - werke vor den ablaufenden noch nicht erwiesen . Die Frage von den Kosten , die eine vollständige Verthei» digung durch jene , in Vergleichung mit der durch diese erfordern würde , will ick ) noch nicht berühren . Man mag die Kosten gleich groß annehmen , wenn sonst die , Umstände einerley sind . Sie werden bey den ablau« senden Werken wahrscheinlich größer seyn . Laßt uns setzen , ein ablausendes Werk oder ein Höft , von hun - dert Ruthen Lange , könne auch nur eine Uferstrecke von hundert Ruthen lang bedecken , so wird man , wenn Mehrere dergleichen neben einander erfordert werden , an allen ablaufenden zusammen , eine gleiche Länge haben , oder doch nahe so groß , als ein einziges vorgezogenes Parallelwerk hat» Wenn nun jede Ruthe von den
hiesigen