Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Ich will keine Abhandlung därüber schreiben , mir ein paar Worte , da ich eben in dieser Gedankenreihe bin , erlauben Sie mir über eine Sache , die , so allge« mein ich sie hier auch nur betrachte , dennoch von Wich - tigkeit für unsere Hydrotechnik ist . Eine Erinnerung muß ich voran schicken . 
Die ablaufenden Werke schwachen , wenn sie zu« gleich hohe Werke sind , die Wellenbewegung auf dem Watt , und schon unten auf dem äußern Theil desselben . Sie sind Dämme , womit das Vassm vom Wasser , was bey den Fluchen über dem Watte steht , der Breite nach , von dem Deich oder dem Vorlande hinunter bis in die Tiefe zerschnitten wird . Die Wellenhöhe hängt außer dem Winde von der Tiefe , aber auch von der Breite des Wassers ab ; denn kleine Pfützen machen keine Wellen , die hier den Namen verdienen , auch bey Sturmwinden . Dadurch wird die ofcillirende Bewe» gung auf dem Watt beschrankt , ob gleich bey den Sturmfluthen noch immer eine Tiefe von mehr als i z . Fuß übrig bleibt , ; in der die Wellen heftig genug feytt können . Wenn nun jenes geschieht , und unten auf dem Watt , längst dem Strom , die Wellenbewegung geschwächt wird , so müssen natürlich die Seitenschwin» gungen , die nach oben zu gegen den Deich anfallen , ebenfalls gemildert seyn , und also auch ihr Anschlagen auf den Deich selbst . Ich habe keinen Zweifel dar» über , daß nicht die parallelen Werke den unmittelbaren Anschlag der Wellen vom Deich in einem größern Maße abhalten , als jene ablaufende ; aber ich würde auch , selbst aus den hiesigen Erfahrungen , viel dagegen erinnern können , wenn man diesen Unterschied gar zu hoch anrechnen wollte . Denn die parallelen Werke haben nicht wehren können , daß nicht das grüne Vor - ufer hinter ihnen vor dem Deich , an einigen Stellen , 
beynahe
	        
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