Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Dieser Deich hat eine Steinbedeckung ganz bis oben an die Kappe hinauf . 
Was nun weiter aufder Charte folgt , von dem Obdeich an , kann man als eine mit Steinen von unten bis oben befestigte Erdzunge ansehen , die an ihrer Spitze gegen die Elbe noch einen starken Steindamm , als ein großes Höst vor sich liegen hat . Es ist nemlich das Terrain , ivorauf die'große Vaake ist , von Gründaus Mit ( Steinen umzogen . Diese machen für sich einen förmlichen Damm , so hoch als die Erdzunge dahinter . Das äußerste Vorderende ist ebenfalls ein Steindamm , als ein Einbau in der Elbe . Man hat zwey Schiffe in den Grund verfenkt , und darauf die Steine fen . Von diesen Schissen hatte eins den Namen die alte Liebe , wovon der jeßige Damm so heißt . Die T'efe des Wassers ist hier z6 . Fuß bey der Fluch . Man kann sich leicht vorstellen , welche Gewalt an die« ser Stelle auszuhalten sey . Man muß Achtung für den Menschen haben , der in solchem ununterbrochenen Kampf mit dem Element bestehen kann . Aber Sie können auch leicht denken , was ein solcher Bau gekostet habe ? Es gehen jährlich Steine verlohren , fallen in die Tiefe hinab ; oder werden durch die Wellen hinaus geschlagen , oder durch Eisschollen weggeführt . In« dessen halt man Stand , und hofft noch ferner Stand zu halten . Die Frage ist nur , ob sich nicht der Grund noch immer mehr austiefen und die Steine zu stark in die Tiefe abschießen werden ? Die Dücdalbens bey der alten Liebe sind 54«F " ß lang ; sie stehen nur in den Grund und wackeln bey jeder Fluch . Ich fürchte nicht , daß man sich nicht sollte halten können . Aber - es kann noch schlimmer werden , als es ist , wenn die Tiefe zunimmt . Ob man dem nicht wehren ; die Tiefe nicht so halten , wie sie jetzo ist , sie etwas min» dem , und sich die Verteidigung erleichtern könne , 
D d 4 durch
	        
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