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durch vernünftig angebrachte Einbaue , die das Haupt« werk unterstützen ? Das verdient , wie mich deucht , wohl untersucht und beherzigt zu werden .
Die hiesigen Steiudeiche verdienen noch eine vor - zügliche Aufmerksamkeit . Sie sind nickt alle auf gleiche Art gemacht . Man sieht einige der neuesten , in denen die Steine oben so gezwickt und so eben gelegt sind , als in einem Straßenpflaster ; andere , die aus gesprengten Granitblöcken bestehen . Die glatten Sei» ten , wo die Steine gesprungen sind , und die man noch mehr ebnet , liegen oben . Man'sollte glauben , eöwä« ren mit Fliesen belegte Dielen . Unter den Steinen liegt eine Schicht Heyden Ein Fuß dick , und darinn die Steine . Den Fuß der Steindeiche hat man hin - unter in das Watt gezogen bis zur Tiefe des niedrig« sten Wassers der Ebbe . Da unten ist eine Wand von Bohlen vorgesetzt . Auch oben , wo die Steindecke aufhört , ist sie durch eine starke Bohlenwand von der obei n Erde des Deichs getrennt , nemlich da , wo jene nicht selbst ganz bis an die Kappe hinaufgeht . Dergleichen hölzerne Wände gehen noch mehrere zwi - schen den Steinen durch , theilen die ganze Steindecke in Streifen und Wehren , daß nicht die Steine aus ei« ner obern Lage in die untere geworfen werden . Man vermeidet dabey mit Sorgfalt alle außer den Steinen hervorragende Höhen , weil diese immer Gelegenheit geben zu einem unordentlichen Schlagen des Wassers , wodurch die Unterlage von Heyde ausgespühlt wird . In den letzten Jahren hat man angefangen , bey den hölzernen Wanden oW und unten Pfahle zu gebran« chen , die aus starkem Holz bestehen . Ich wunderte mich über diesen Aufwand ; denn wozu solche Pföste , wie Hausstander , um nur Bretter zu halten ? Aber man sagte mir , es sey die Absicht , weil man so oft sol« che Wände ausbessern , und neue Bretter einbringen
müsse ,