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müsse , so wolle man doch länger dauernde Pfahle ha . ben . Wenn diese mit herausgebracht werden sollen , so ist die Reparation um vieles kostbarer . Genug , was man thun kann , um zu wehren , daß die Erde oben und unten nicht weggespühlet werde , wie bcy Steindei , chen sonst geschieht , und was geschehen kann , um glatte Steindeiche zu haben , das ist hier geschehen .
Daß diese geebneten Steindeiche brav Geld sten , davon ist nun einmal nicht die Rede . Aber ihre Tüchtigkeit ? Ich längne nicht , als ich sie zuerst sähe , kamen sie mir in Vergleichung mit unsern Bruncbütt« lern vor , wie festes Mauerwerk gegen lose Steinhau . fen . Allein als ich an einer Stelle die so fest verzwick , ten Steine in einer Unordnung antraf , als ich sie je in einer Steindecke gesehen hatte , welche umgelegt werden muß , und auf meine Frage , wie lange es her fey , seit» dem die Steindecke gemacht sey , die Antwort erhielt , seit zwey Iahren , stützte ich über diese Vergänglichkeit . Dieß veranlaßte Fragen , neue Vergleichungen , und da entstand bey mir am Ende das Resultat , daß unsere Brunsbüttler Steindeiche wohl eben so zweckmäßig ge , macht sind , alz die hiesigen , und vielleicht einen Vor« Zug verdienen . Sind es die Steine , welche eigentlich die Erde decken sollen ? oder sind sie nicht vielmehr bloß die Festhaltet der Bedeckungen ? Nach der er - sten Idee scheint man hier viel gethan zu haben . Aber das letztere ist offenbar richtiger . Es giebt , wie be - kannt , keine stärkere und bessere Decke der Deiche , als ihre natürliche Grasdecke , wenn die sich halten lassen wollte ; nächst ihr die von Stroh , Heyde , Busch . Die» se Körper machen die unmittelbare Bedeckung des Erd» deichs aus . Die Grunschwarte hält sich nicht , wo das Wasser falz ist ; das Stroh ist zu vergänglich ; der Busch läßt viele Erde durchspuhlen ; die Heyde treibt von unken in die Höhe . Man kann auch Stein ,
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