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graus als Decke gebrauchen , der aber leichter zwischen den größern Steinen weggespühlt wird . Aber wie ihm sey , so sollen die großen anfliegenden Steine , theils den unmittelbaren Anschlag des Wassers von der un - kern Decke abhalten , theils sie befestigen . Das letz - tere muß durch ihr Gewicht geschehen , da man sie mit Nägeln nicht festhalten kann . Daher der Vorzug der großen Steine .
Kleine Steine , wenn sie gleich verzwickt werden , wie in einem Straßenpflaster , liegen nicht so fest , als große Steine , die man bloß neben einander legt . Große Steine zu verzwicken , mag vielleicht etwas nutzen , aber in der That zu wenig für die Arbeit . Man wird viel» leicht durch die Analogie mit dem Steinpflaster verlei - tet , fo viel aus dem Verzwicken zu machen . Aber es ist ein großer Unterschied zwischen einem Steinpfla - ster und einer Steinbedeckung der Deiche . Das ster leidet bloß einen Druck von oben nach unten zu , und in dieser Richtung weicht es nicht . Es ist also nur das Ausweichen der Steine nach der Seite zu zu befürchten , und dieß wird durch das Verzwicken ge« hindert . Dieß halt also die Steine fest gegen die ein - zige Bewegung zur Seite , in der sie nachgeben . Nun aber im Sttindeich gegen das Wasser ? Die Wellen schlagen bey einer mittlem Sturmfluth schon so , daß sechshundertpfündige Steine an einander stoßen , und sich scheuern . Freylich , wenn die Schlage nur ollein von oben nach unten gingen , so könnte» , sie noch starker seyn , ohne die Steine aus ihrer Verbindung zu brin« gen . Aber so bald nur einiges Wasser unter der Steindecke kommt zwischen ihr und dem Deich , so wirkt es schon durch seinen Druck von unten aufwärts , und strebt die Steine zu heben . Wie lange und wie stark soll alsdann die Verzwickung diesem Druck auf - wärtS widerstehen ? Ganz wasserdicht wird man
aber