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aber die obere Steindecke nicht machen wollen , man mag sie verzwicken , wie man will . Und wenn sie im Anfang e6 wirklich wäre , so könnte sie bey dem starken Anschlagen der Wellen doch nicht so bleiben . Ich sage nicht , daß jene Arbeit ganz unnütz sey , daß sie gar nichts zum langern Festliegen der Steine beytrage .
Wo man kleine Steine hat , halte ichö für nothwendig , weil diese sonst gar zu bald in Unordnung kommen .
Hier hat man eine Steindecke an dem so genannten Ob - deich , die ohne Verzwickung nicht einen Winter aus« halten würde . Mittelst des Verzwickens der Steine , halt sie sich nun etwa zwey Jahr . Aber eben diese Er« fahrung zeigt auch , wie bald eine solche , obgleich ver . zwickte , Steindecke ein Spiel der Wellen ist , wenn sie aus kleinen Steinen besteht . Wo man große schwere Steine nimmt , ist diese Hülfe uunüh , wenn die Steine nur dicht an einander liegen . Eine Fluth , welche große Steine aus ihrem jager nur rückt , wird auch die Ver - zwickung aus einander schlagen ,
Ob denn das Ebnen der Steindecke so sehr vortheilhaft sey ? Wo sie geebnet sind , da entsteht kein Geplätscher des Wassers . Die Welle läuft gleichförmiger und ruhiger an die schräge ebene Flache hinan , und bricht sich sanfter , als an einer rauhen Eteinbank , und , was ich als die Hauptsache ansehe , macht keine wirbelhafte Bewegungen . Das ist aller» dings vortheilhaft . Aber dagegen werden auch die Wellen , wenn die Steine uneben liegen , unten schon wehr gebrochen ; so daß mancher Schlag gar nicht zu den oberen Steinen hinauf kommt . Aber dieser letzte '
Vo> lheii kann jenen nicht aufwiegen . In Brunsbüt - tel , wo man große Steine hat , wird die Erde oberhalb der Steindecke sehr angegriffen , daß man sie mit Stroh besticken muß . Hier finde ich aber eben dasselbe bey
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