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liegt das an der Witterung des Jahrs , die doch bis Iacobi feucht genug gewesen ist , obgleich seitdem tro - cken und sehr heiß ? oder hat auch dieß Ungeziefer seine Perioden , wie es die Käfer , und die Feldmäuse haben ?
Wo die gedachten Steinkisten sich endigen , stößt wiederum eine starke Steinböschung an , die bis noch et - was über Osterhörn hinauf geht . Sie ist ein ahnliches Werk , wie das zu unten des Hafens vor dem Alten - döserdeich . Ein Vordeich nemlich gegen den Wellen - schlag , ein paralleles Werk . Bey Osterhörn selbst aber ist wiederum ein ablaufendes , starkes Werk , ganz übers Watt hinaus gelegt . Man nennt es ein Leisen - staak . Es ist ein Einbau , oder ein Höft aus Steinen . Das Vorderende desselben hat zu beyden Seilen an dem Watt zwey Seitenarme . ( Aufder Charte s ) .
Bis so weit gehen die Uferwerke , die man zusam« men als die Vestungswerke zur unmittelbaren Verthej» digung des Rihebüttler Hafens ansehen kann . Freylich hängt auch etwas und nicht wenig von dem folgenden Ufer ab , das von Osterhörn hinauf nach Altenbruch liegt . Davon noch nachher . Nur unmittelbar kommt es auf diejenige an , die zwischen der Kugelbaak und Osterhörn liegen . Die drey äußersten Spihen , die nemlich bey der Kugelbaak , die bey der alten Liebe am Hafen und bey Osterhörn sind als drey Punkte anzust - hen , an die man die Uferwerke geknüpft hat . Im Grunde kann man diese drey Stellen als drey Vorder« enden von starken ablaufenden Höftern ansehen , wo . durch man auf dem Watt gegen den Fluß cominandiren kann , und , wie ich glaube , das Ufer auch erhalten wird , fo lange man diese Stellen festhält . Aber da Osterhörn über zoc» . Ruthe« von dem Hafen entfernt ist , und die Kugelbaak von dem Hafen bis 600 . then , so ist es begreiflich , daß der Zwischenraum zwi« chen diesen Einbauen viel zu groß sey , als daß sich nicht
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