Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Watt erniedrige . Man versicherte mich , daß , nachdem diese Staaken gelegt gewesen , sich auch das Watt lich verbessert habe . An einer Stelle , nicht weit Von Osterhörn ist vorher , ehe man die Staaken gebaut , eine Tiefe gewesen , wo Schiffe fahren können ; aber nachher eine Ausschlammunq und dadurch eine Untiefe entstanden , daß man eine Boye , zur Warnung für die Schiffer , dahin legen müssen . Sie vertritt die Stelle einer Seetonne . ist auch eben so mit einer Kette an einem großen Stein auf dem Grunde bevestiget . Seit 1772 . hat man die Staaken nicht mehr unterhalten , und seitdem hat sich auch der Grund , wo die Boye liegt , wiederum vertieft . Auch ohne Zeugniß schien mir diese Veränderung nach dem , was ich selbst sah , glaublich zu seyn . 
Es scheint , als wenn man die ablaufenden Staat« werke nicht nur mißkennt , sondern auch einen Wider - willen gegen sie gefaßt hat , wie zu Brunsbüttel gegen die Holzhöster . Der Busch ist jeho ganz vergangen ; eS stehen nur noch Pfahle auf dem Watt , die doch , so wenig es auch heißt , noch immer so viel Gutes thun , daß sie ihren Platz verdienen . Aber man will auch diese heraus haben , und hat sie an die Einwohner öf - fentlich ausgeboten . Die alren Staaken haben sehr viel zu unterhalten gekostet . Das ist gewiß , aber man glaubt , daß sie zur Erhaltung des Watts entbehrlich sinv , daß die Elbe das Watt hier von selbst in Ruhe lassen werde , zumal wenn sichs noch ein wenig mehr ver - tieft habe , Das ist nun wohl nicht wwiß . 
Das Vorland ist an diesem Deich fast ganz dahin ; denn die kleinen Striche , die hie und da noch stehen , kom - Men nicht in Betracht . Das Watt ist zwar breit ; aber dieß hindert nickt , daß der Deich nichr viel leiven müsse . Die Erde zu seiner Ausbesserung nimmt man innerhalb des Deichs , und diese ist dazu ziemlich sandscharrig .
	        
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